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Padersprinter beschafft Elektrobusse

10.07.26

Der Padersprinter schickt zwei neue, vollständig elektrisch betriebene Solobusse in den Liniendienst und nimmt damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zukunft für den ÖPNV in der Stadt. Möglich ist dies auch durch den Erhalt von Fördermitteln.

„In den letzten Jahren hat der Padersprinter Fahrzeuge mit verschiedenen Antriebstechnologien im regulären Betriebsalltag getestet. Dazu gehörten bereits frühere Generationen batterieelektrischer Busse, die aber unter anderem hinsichtlich Reichweite, Verfügbarkeit und Betriebssicherheit nicht vollständig überzeugen konnten. Inzwischen haben sich sowohl die Batteriekapazität als auch die Zuverlässigkeit deutlich weiterentwickelt. Deshalb läuten wir für uns den Übergang in das Zeitalter rein batterieelektrischer Antriebe im Busbereich ein“, erklärt Markus Janewers, Leiter Alternative Antriebe und Zukunftsprojekte beim Padersprinter.

Die beiden neuen Solobusse vom Typ eCitaro des Herstellers Mercedes-Benz verfügen über die neueste Zellchemie und Zellgeometrie: Die Batterien bringen rund zehn Prozent mehr Energiekapazität mit als ihre Vorgänger, sind schnellladefähig und altern laut Herstellerangaben langsamer als bisher. Obwohl diese Batterien erst im Laufe des Jahres in Serie gehen, wurden die ersten beiden damit ausgerüsteten Fahrzeuge bereits jetzt nach Paderborn ausgeliefert. Ihr Einsatz ist Teil der Kundenerprobung in Zusammenarbeit mit der Daimler Buses GmbH. Damit liefert der Padersprinter einmal mehr wichtige Erfahrungswerte für die Erprobung zukunftsweisender Technologien.

Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) förderte die Anschaffung von insgesamt 14 Elektrobussen und damit auch dieser beiden ersten Neuanschaffungen mit knapp drei Millionen Euro. Ohne Fördergelder wäre die Anschaffung unfinanzierbar.

„Der NWL ist Partner für den Nahverkehr in der Region und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Verkehrswende in Westfalen-Lippe zu gestalten. Deshalb ist es für uns natürlich besonders gut zu sehen, dass Paderborn mit dieser ersten Teillieferung der Elektrobusse ganz sichtbar und handfest in diese Richtung geht“, erklärt Martin Uhlendorf vom NWL.

Zusammen mit den beiden E-Bussen geht auch die erste Ladestation auf dem Betriebshof des Padersprinter in Betrieb. Sie besteht aus zwei Ladepunkten mit Ladehauben: Sobald die Busse darunter platziert werden, kann das Fahrpersonal mittels eines Tasters auf dem Armaturenbrett den auf dem Busdach montierten Pantographen (Dachladearm) ausfahren und so den Ladevorgang starten.

Auch an anderen Stellen bringt diese neue Busgeneration Verbesserungen bei Sicherheit und Komfort mit. Dazu gehören beispielsweise zusätzliche Informationsbildschirme im Bus und eine große Fahrzielanzeige am Fahrzeugheck. Für eine bessere Erkennbarkeit von Abbiegevorgängen blinken jetzt alle Seitenmarkierungsleuchten mit.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de