13.07.26
Stadler US feierte Anfang Juli mit der offiziellen Einweihung seines erweiterten Werks in Salt Lake City und dem zehnjährigen Bestehen des Unternehmens in den Vereinigten Staaten einen wichtigen Meilenstein. An der Veranstaltung nahmen der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin sowie lokale Regierungsvertreter und Branchenvertreter teil. Durch die Erweiterung des Werks entstehen 22.761 Quadratmeter zusätzliche Produktionsfläche und bis zu 300 neue Arbeitsplätze. Dadurch erhöht sich die Gesamtfläche der Produktionsanlagen auf 44.128 Quadratmeter.
„Dieser Meilenstein spiegelt wider, wie weit wir in den letzten zehn Jahren gekommen sind. Er zeigt unser langfristiges Engagement für den Bau von Zügen, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Investitionen in die amerikanische Fertigungsindustrie“, sagte Martin Ritter, CEO von Stadler North America.
Der erweiterte Standort umfasst eine neue Schweißhalle, eine Strahlkabine, eine Montagehalle, eine Lagererweiterung sowie eine Halle für die elektrische Vormontage. Dadurch wird die Produktionskapazität von Stadler in den USA weiter gesteigert.
Peter Spuhler, Verwaltungsratsvorsitzender von Stadler Rail, hob die strategische Bedeutung des US-amerikanischen Marktes für das weltweite Wachstum des Unternehmens hervor: „Heute ist ein Tag des Stolzes und der Dankbarkeit. Vor zehn Jahren haben wir eine strategische Entscheidung getroffen. Wir haben in eine eigene Fabrik in den Vereinigten Staaten investiert. Wir haben an das Potenzial des amerikanischen Marktes geglaubt. Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat sich Stadler als echter amerikanischer Zughersteller etabliert. Unser Erfolg wurde Schritt für Schritt, Projekt für Projekt und Kunde für Kunde aufgebaut.“
Im Rahmen der Veranstaltung fand auch der feierliche Spatenstich für die CNC-Halle statt. Dort werden künftig Seiten-, Boden- und Dachpaneele aus Aluminiumprofilen mit computergesteuerten Maschinen präzise zugeschnitten und für die anschließende Verschweißung vorbereitet. Damit läutet Stadler in den USA die nächste Ausbauphase ein. Vertreter der Federal Railroad Administration und des Bundesstaates Utah betonten in ihren Reden die Bedeutung von Stadler als innovativem Hersteller von Schienenfahrzeugen in den USA. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) hob die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und den Vereinigten Staaten hervor.
Stadler baut seit 2016 Züge in Utah. Nachdem das Unternehmen zunächst von einem gemieteten Standort aus tätig war, errichtete es seinen festen Produktionsstandort in Salt Lake City, der 2019 offiziell eröffnet wurde. Heute beschäftigt Stadler US dort 674 Mitarbeiter und baut seine Belegschaft sowie seine Kapazitäten weiter aus. Das Werk in Salt Lake City spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung großer Bahnprojekte im ganzen Land, darunter Züge für Caltrain (Kalifornien), Metra (Chicago), TexRail (Fort Worth, Texas) und Marta (Atlanta).
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de