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ICE-Werk Cottbus kommt voran

14.07.26

Die Baumaßnahmen für die neue Halle (Halle 1) des ICE-Instandhaltungswerks der Deutschen Bahn (DB) in Cottbus gehen in Rekordtempo weiter. Auf der Baustelle der Halle 1 machten sich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), DB-Vorstand Personenfernverkehr Michael Peterson, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister Ulrich Lange (CSU) sowie DB InfraGO-Vorständin Fahrweg Imke Kellner letzte Woche ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten.

Zuvor hatte sich die Task Force zu ihrer achten Sitzung im Cottbuser Bahnwerk getroffen. Erstmals nahm Michael Peterson aufgrund des Neuzuschnitts der DB-Vorstandsressorts an der Task Force teil und leitet diese ab sofort gemeinsam mit Ministerpräsident Woidke.

Dietmar Woidke: „Das Fahrzeuginstandhaltungswerk steht für Brandenburg-Tempo. Innerhalb kurzer Zeit entsteht in der Lausitzmetropole eines der bedeutendsten Industrieprojekte des Strukturwandels mit 1.200 Arbeitsplätzen. Schon mit seinen aktuell rund 700 Mitarbeitern ist das Bahnwerk ein wichtiger Motor. Cottbus ist derzeit Deutschlands dynamischste Stadt. Platz eins im aktuellen Dynamikranking des Instituts der deutschen Wirtschaft belegt, dass der Strukturwandel in der Lausitz ganz konkret wirkt. Gemeinsam mit Wissenschaft und Forschung erfindet sich die Lausitz als starker Innovations- und Wirtschaftsstandort neu.“

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg baut ihr Studienangebot im Bereich Schiene und Bahn weiter aus und reagiert damit gezielt auf den steigenden Fachkräftebedarf in der Lausitz. Mit der Einführung neuer Module wird zum Wintersemester 2026/2027 im Studiengang Bauingenieurwesen eine starke und richtungsweisende Profilierungsoption Bahn geschaffen. Durch die enge Verzahnung von Bachelor- und Masterstudium können Studierende schon früh Schwerpunkte in der Schieneninfrastruktur setzen und sich gezielt für die Mobilitäts- und Infrastrukturprojekte der Zukunft qualifizieren.

Das Land Brandenburg bekennt sich ausdrücklich zur Einhaltung der Revierbudgets nach dem Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) und setzt sich für eine zügige Planung, Finanzierung und Umsetzung der Lausitzer Schienenprojekte ein. Der Bund ist gefordert, die notwendigen Entscheidungen rasch und im Sinne der Braunkohlereviere zu treffen.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Wir liegen beim Neubau der Halle 1 voll im Zeitplan. Das macht alle Beteiligten im Großprojekt besonders stolz, insbesondere da wir hier neue Wege der Zusammenarbeit gehen. Bereits im Februar 2027 nimmt die Halle 1 den Betrieb auf. Im Anschluss fahren wir die Instandhaltung des ICE 4 hier in Cottbus schrittweise hoch.“

Die Bauarbeiten an der Halle 1 befinden sich auf der Zielgeraden: In den kommenden Wochen wird die erste Hälfte der Gleishalle erstmals testweise in Betrieb genommen und unter Strom gesetzt. Die Fertigstellung der Halle 1 ist für Ende 2026 geplant. Im Februar 2027 soll der erste Zug einfahren.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de