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Ruhrbahn baut Multimodalität aus

16.07.26

Die Ruhrbahn baut ihr Angebot im Bereich der ergänzenden Mobilität weiter aus und richtet ihre Services noch gezielter an den Bedürfnissen der Fahrgäste aus. Mit Anpassungen beim On-Demand-Angebot Bussi, dem Neuaufbau des Leihfahrradsystems Metropolradruhr sowie bewährten Kooperationen mit dott und stadtmobil wird die Vernetzung unterschiedlicher Mobilitätsangebote weiter vorangetrieben. Davon profitieren die Fahrgäste ganz konkret, etwa während der Stadtbahn-Sperrung seit dem 4. Juli.

Zum 1. März 2026 wurde das On-Demand-Angebot Bussi neu ausgerichtet. Mit dem neuen NRW-Tarif „Lückenschluss“, angepassten Betriebszeiten sowie der Möglichkeit zur Vorbestellung ergänzt Bussi den öffentlichen Nahverkehr in Essen nun noch gezielter dort, wo reguläre Verbindungen nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sind.

Bussi fährt von Sonntag bis Donnerstag zwischen 21.00 und 2.00 Uhr sowie freitags und samstags von 21.00 bis 6.00 Uhr. Für die Fahrgäste bedeutet das längere Bedienzeiten bis in die Nacht und einen günstigeren Tarif, insbesondere für Deutschlandticket- und Aboinhaber.

Während der Stadtbahn-Sperrung seit dem 4. Juli gibt es zudem einen neuen Bussi-Haltepunkt am Mülheimer Rhein-Ruhr-Zentrum. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe der Bushaltestelle Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum (Linie 139) und kann in der rufmobil.nrw-App als Start- oder Zielpunkt ausgewählt werden.

Auch beim Leihfahrradsystem Metropolradruhr gibt es Neuerungen. Nach einem Betreiberwechsel befindet sich das System derzeit im Neuaufbau. Die vollständige Zahl der neuen Achtgangräder und Stationen soll voraussichtlich im August zur Verfügung stehen. Dann werden auch die Metropolradruhr-Stationen an Stadtbahnhaltestellen vorrangig mit Fahrrädern ausgestattet, um den Schienenersatzverkehr (SEV) als ergänzendes Mobilitätsangebot zu unterstützen.

Ab September können sich die Fahrgäste auf ein mehr als doppelt so großes Angebot freuen. Der bewährte Ruhrbahn-Kundenvorteil bleibt weiterhin über die ZÄPP-App nutzbar. Trotz der aktuell noch eingeschränkten Verfügbarkeit wurden seit dem Betreiberwechsel im April bereits rund 6.000 Fahrten mit dem Ruhrbahn-Kundenvorteil registriert.

Die Zusammenarbeit mit dem E-Scooter-Anbieter dott wird erfolgreich fortgeführt. Neben der weiteren Integration in die ZÄPP-App stehen gemeinsame Kundenaktionen im Fokus. Im Zusammenhang mit dem umfangreichen Schienenersatzverkehr der U-Bahn-Linien vom 4. Juli bis 1. September 2026 erweitert dott sein Bediengebiet entlang der betroffenen Haltestellen in Essen und Mülheim. Damit kann künftig jede SEV-Haltestelle bequem mit einem E-Scooter erreicht werden.

Auch die langjährige Kooperation mit dem Carsharing-Anbieter stadtmobil wird fortgesetzt. An allen Mobilstationen der Ruhrbahn stehen Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung, die rege genutzt werden. Sie sollen das urbane Leben ohne (eigenes) Auto in Essen deutlich erleichtern.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de