20.07.26
Ab sofort startet HEAG mobilo gemeinsam mit der IVU Traffic Technologies AG und unter Begleitung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) ein Pilotprojekt für ID-based Ticketing. Fahrgäste, die bereits eine Zeitkarte, ein Jobticket oder ein Deutschlandticket besitzen und lediglich den für die Strecke erforderlichen Zuschlag zahlen müssen, können diesen nach dem Einstieg bequem mit ihrem digitalen Bezahlmedium lösen, ohne sich beim Fahrpersonal anstellen zu müssen.
„Über 80 Prozent unserer Airliner-Fahrgäste verfügen bereits über Fahrkarten, die den Grundfahrpreis abdecken und müssen damit nur den Zuschlag kaufen. Unser Pilotprojekt verfolgt damit zwei Ziele: Neue, moderne Formen des Ticketings auszutesten und gleichzeitig den Bezahlvorgang im Airliner zu beschleunigen“, sagt Arne Rath, Geschäftsführer der HEAG mobilo. „Ich freue mich, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit unseren Partnern IVU Traffic Technologies und RMV umsetzen können.“
Seit vergangenem Jahr erfolgt der Bezahlvorgang im Airliner vollständig bargeldlos. Das kommt vielen internationalen Reisenden entgegen und hat die Pünktlichkeit der Busse bereits verbessert. Die Technologie nutzt Bezahlmedien, die Fahrgäste ohnehin dabeihaben: Bankkarte, Smartphone oder Smartwatch. Diese werden beim Einstieg an einen Validator gehalten. Das erworbene Ticket wird im Hintergrundsystem gespeichert. Bei einer Fahrkartenkontrolle lässt sich die Information abrufen, indem der Fahrgast sein Bezahlmedium erneut an das Kontrollgerät hält.
„Wir freuen uns, gemeinsam mit HEAG mobilo und dem RMV das erste ID-based-Ticketing-Projekt im RMV umzusetzen. Dafür kommt in den Bussen unser IVU.validator zum Einsatz, der als Check-in-Terminal den fahrgastbedienten Ticketverkauf sowohl nach VDV-Kernapplikation als auch im ID-based Ticketing unterstützt. So können Fahrgäste ohne Tarifkenntnisse oder vorherige App-Registrierung einfach mit einem Bezahlmedium einchecken. Der Validator hinterlegt die Kaufinformation in einem Hintergrundsystem, sodass sie bei einer späteren Kontrolle eindeutig nachweisbar ist. Das verkürzt die Wartezeiten beim Einstieg, verbessert den Fahrgastfluss, entlastet das Fahrpersonal und macht das Projekt zu einem wegweisenden Schritt für die Zukunft des Ticketings“, sagt Bastian Dittbrenner, Geschäftsbereichsleiter Public Transport bei IVU Traffic Technologies.
Knut Ringat, Vorsitzender der RMV-Geschäftsführung: „ID-basierte Ticketsysteme sind eine moderne Vertriebstechnologie, die wir mit dem Pilotprojekt im Airliner für das gesamte RMV-Gebiet im realen Einsatz erproben und vorantreiben. Für uns steht dabei im Mittelpunkt, den Ticketerwerb für Fahrgäste möglichst einfach und intuitiv zu gestalten. Sowohl Pendler zum Flughafen und Gelegenheitsnutzer als auch internationale Flugreisende fahren mit dem Airliner. Das macht ihn zu einem geeigneten Verkehrsangebot, um den neuen Vertriebsansatz mit unterschiedlichen Fahrgastgruppen zu testen.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de