20.07.26
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat einen wichtigen Schritt zur weiteren Stabilisierung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Verbundraum beschlossen. Die zuständigen Gremien haben der Vergabe zur Bereitstellung einer Busflotte für Schienenersatzverkehre an die Busverkehr Rheinland GmbH zugestimmt. Damit stehen voraussichtlich ab Sommer 2027 insgesamt 20 Gelenkbusse einschließlich Fahrpersonal jederzeit für längerfristige Schienenersatzverkehre im VRR-Gebiet bereit. Aktuell steht die Vergabe noch unter dem Vorbehalt einer zehntägigen Wartefrist.
„Der Schienenersatzverkehr ist oft die einzige Möglichkeit, Mobilität während größerer Bauarbeiten aufrechtzuerhalten. Zwar kann ein Busangebot einen Zug nicht vollständig ersetzen, dennoch ist ein gut geplanter Schienenersatzverkehr entscheidend, um Fahrgästen auch während längerer Sperrungen ein verlässliches Mobilitätsangebot zu bieten“, sagt Oliver Wittke, Vorstandssprecher des VRR.
Der Bedarf an Schienenersatzverkehren nimmt seit Jahren zu. Umfangreiche Bauarbeiten zur Modernisierung des Schienennetzes, aber auch technische Störungen oder andere Einschränkungen führen regelmäßig dazu, dass Fahrgäste zeitweise auf Busse ausweichen müssen. Gleichzeitig werden Baumaßnahmen immer komplexer und dauern oftmals mehrere Wochen oder sogar Monate. Hinzu kommt, dass sich Sperrungen zuletzt bundesweit immer wieder verlängert haben.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de