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FFM: Renovierung kommt voran

21.07.26

Im Rahmen des sogenannten Masterplans Frankfurt Hauptbahnhof macht die DB InfraGo den Bahnhof mit umfangreichen Umbauarbeiten fit für die Zukunft. Mit der Eröffnung der ersten Geschäfte in der neu gestalteten B-Ebene wurde ein weiterer sichtbarer Meilenstein der seit 2021 laufenden Kernsanierung erreicht: Schritt für Schritt kehren barrierefreie Zugänge, eine höhere Aufenthaltsqualität und moderne Einkaufsmöglichkeiten in die unterirdische Verteilerebene zurück. Insgesamt entstehen dort rund 30 neue Geschäfte auf etwa 10.000 Quadratmetern Gewerbefläche.

Das auf Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE mit Hauptsitz in Stuttgart unterstützt die DB InfraGo bei diesem Projekt mit der Objektüberwachung sowie der Werk- und Montageplanprüfung.

Um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen, strebt die Bundesregierung eine deutliche Zunahme der Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr an. Um mit diesem Wachstum Schritt zu halten und zugleich das Reiseerlebnis grundlegend zu verbessern, investieren Bund, DB InfraGo und das Land Hessen rund 375 Millionen Euro in die B-Ebene – jene Verteilerebene, die den Fern- und Regionalverkehr mit dem städtischen Nahverkehr verbindet.

Was einst eine düstere Einkaufspassage war, wird vollständig entkernt, von Schadstoffen befreit und offener, heller sowie übersichtlicher gestaltet. Der Umbau der B-Ebene ist dabei nur ein Teil eines deutlich größeren Vorhabens: Insgesamt modernisiert die DB InfraGo den Frankfurter Hauptbahnhof in mehr als 20 Einzelprojekten und vollzieht damit eine der größten Umgestaltungen in der mehr als 135-jährigen Geschichte des Bahnhofs.

„Wir schaffen hier nicht nur neue Flächen, sondern gestalten eine der wichtigsten Verkehrsdrehscheiben Deutschlands neu und machen sie fit für die Zukunft. Die B-Ebene soll künftig nicht nur als Verkehrsknotenpunkt dienen, sondern die Reisenden zum Verweilen einladen”, betont Katja Maaser, Projektleiterin des Masterplans Frankfurt Hauptbahnhof.

Zudem sollen die Umbauarbeiten den Verkehrsfluss verbessern: „Die historische Eingangshalle war immer das Herz des Frankfurter Hauptbahnhofs – ein Ort der Orientierung und Begegnung. Diesen Gedanken führen wir mit dem neu entstehenden, geschossübergreifenden Lichthof fort. Er schafft eine klare räumliche Mitte, verbessert die Bewegungsströme und unterstützt die intuitive Wegeführung. Neben der direkten Anbindung an die B-Ebene entsteht ein lebendiger Raum, der Reisende willkommen heißt und ihre Aufenthaltsqualität sowie die Versorgung stärkt“, sagt Katja Maaser.

Die Bauarbeiten folgen einem klar definierten Ablauf: Zunächst werden die bestehenden Leitungen umverlegt beziehungsweise außer Betrieb genommen, anschließend erfolgen Schadstoffsanierung, Abbruch, Rohbau, Innenausbau und schließlich der technische Ausbau. In den Untergeschossen entstehen neue Lüftungszentralen, Elektrotechnikräume sowie Lager- und Aufenthaltsräume. Parallel saniert das Projektteam außerdem die Flächen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de