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NRW fördert kommunale Schienenprojekte

23.07.26

Mit neuen Investitionen in Gleise, Haltestellen und Bahnstromanlagen treiben das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs zwischen Rhein und Weser voran. Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) übergab in Köln Förderbescheide über insgesamt 196 Millionen Euro an sieben Verkehrsunternehmen und eine Kommune. Damit werden Investitionen von mehr als 323 Millionen Euro ermöglicht. Die Mittel fließen in die Erneuerung und Modernisierung von Schieneninfrastruktur, Stromversorgung, Haltestellen, Barrierefreiheit und Brandschutz.

„Wer einen starken Nahverkehr will, muss in die Schiene investieren. Der Erneuerungsbedarf ist so groß, dass wir diese Möglichkeiten schaffen wollen. Jede sanierte Strecke macht den Nahverkehr leistungsfähiger und besser“, sagte Verkehrsminister Oliver Krischer. Er bedankte sich bei den Verkehrsunternehmen und den Bewilligungsbehörden für die Zusammenarbeit.

Mit 81,8 Millionen Euro entfällt der größte Förderanteil auf die Kölner Verkehrsbetriebe AG (KVB). Dadurch kann das Unternehmen Investitionen von rund 149 Millionen Euro umsetzen. Der Eigenanteil beträgt rund 67 Millionen Euro.

Gefördert werden rund 70 Einzelmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem Gleiserneuerungen mit Grüngleis auf den Ringen, die Modernisierung von Unterwerken, Schalthäusern und Verkabelungen, die Erneuerung von Fahrgastanzeigen, die Sanierung von Bahnsteigen, der Austausch von 34 Rolltreppen, die Gleiserneuerung der Zufahrt zum Betriebshof Merheim sowie der Ersatz von 18 Oberleitungsmasten entlang der Linie 1 im Bereich Kippekausen.

Marcel Winter, Vorstandsvorsitzender der KVB: „Nur mit der Unterstützung von Bund und Land können wir die notwendigen Maßnahmen für die Qualitätssicherung des Schienenverkehrs durchführen. Das Zusammenwirken von KVB, Bund, Land und Zweckverband go.Rheinland ist ein Beispiel dafür, wie gemeinsam im Sinne der Fahrgäste gehandelt werden kann.“

Die KVB hat bislang zehn Rahmenanträge für Erneuerungsmaßnahmen gestellt. Mit den jetzt übergebenen Förderbescheiden wurden sieben davon bewilligt. Die Maßnahmen werden vom Zweckverband go.Rheinland geprüft und unter Berücksichtigung der Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bewertet.

Die Stadtwerke Bonn erhalten 9,1 Millionen Euro. Mit den Fördermitteln werden Haltestellentechnik, Gleise und Stromversorgung modernisiert. „Mit den Fördermitteln setzen wir die kontinuierliche Modernisierung unserer Stadtbahninfrastruktur fort. Erneuerte Gleise, moderne Haltestellentechnik und eine leistungsfähige Stromversorgung schaffen die Voraussetzungen für einen zuverlässigen und leistungsfähigen Stadtbahnbetrieb. Gleichzeitig tragen die Investitionen dazu bei, die Qualität des ÖPNV in Bonn langfristig zu sichern und weiter zu verbessern“, sagte SWB-Geschäftsführerin Anja Wenmakers.

Die Ruhrbahn GmbH erhält rund 14 Millionen Euro für die Erneuerung ihrer Schieneninfrastruktur. Mit einer Förderquote von 60 Prozent werden insgesamt zwölf Einzelmaßnahmen in Essen und Mülheim unterstützt. Bis auf den Austausch von zwei Rolltreppen an der Haltestelle Essen Hauptbahnhof betreffen alle Maßnahmen die Erneuerung von Gleisen und Weichen.

„Eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur ist die Grundlage für einen attraktiven und zuverlässigen Nahverkehr. Die Förderung von Bund und Land ermöglicht es uns, unsere Infrastruktur gezielt zu modernisieren und langfristig leistungsfähig zu halten“, sagte Linda Kisabaka, Sprecherin der Geschäftsführung der Ruhrbahn.

Weitere 16,2 Millionen Euro erhält die Bogestra AG für die Erneuerung des Stadtbahnstellwerks Musiktheater in Gelsenkirchen. Knapp 30 Millionen Euro gehen an die Stadtwerke Dortmund für die Modernisierung von Haltestellen. Weitere rund 30 Millionen Euro fließen nach Duisburg, 13,8 Millionen Euro nach Bielefeld.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de