29.07.26
Der Bund will die Förderung für die Beschaffung von Bussen mit alternativen Antrieben im Klima- und Transformationsfonds (KTF) deutlich reduzieren. Nach den Planungen der Bundesregierung sollen die Mittel im Jahr 2027 von 403 Millionen auf 130 Millionen Euro sinken. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) kritisiert die Kürzung und warnt vor negativen Folgen für Verkehrsunternehmen und die Busindustrie.
VDV-Präsident Ingo Wortmann erklärt: „Der Bund bremst den Hochlauf der E-Bus-Flotten aus. Wer die Verkehrsunternehmen nach langer Unsicherheit wieder in neue Beschaffungen schickt und im nächsten Schritt die Mittel auf ein Drittel zusammenstreicht, handelt wirtschafts- und verkehrspolitisch widersprüchlich. So schwächt man Investitionen in Fahrzeuge, Werkstätten und Ladeinfrastruktur und entzieht zugleich auch Herstellern und Zulieferern in Deutschland und Europa die Planungssicherheit, die sie für Kapazitätsaufbau, Innovation und Beschäftigung brauchen.“
Nach Einschätzung des Verbandes kommt die geplante Kürzung zu einem Zeitpunkt, an dem zahlreiche Verkehrsunternehmen weitere Beschaffungen emissionsfreier Busse vorbereiten. Der Aufbau entsprechender Flotten umfasst neben den Fahrzeugen auch Investitionen in Werkstätten, Betriebshöfe, Netzanschlüsse und die Qualifizierung des Personals.
Der VDV warnt, dass die Umstellung auf emissionsfreie Busflotten ohne eine verlässliche Förderung durch den Bund deutlich erschwert werde. Nach Auffassung des Verbandes sei ein vollständiger Ausstieg aus dem Dieselantrieb ohne entsprechende Bundesmittel nicht finanzierbar.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de