29.07.26
Für die beschädigte Wupper-Brücke in Leverkusen-Opladen hat die DB InfraGo ein Reparaturkonzept vorgelegt. Ab Ende September sollen Züge die Brücke wieder auf beiden Gleisen befahren können. Bis dahin wird das beschädigte Lager der Brücke so instand gesetzt, dass ein sicherer Bahnverkehr mit verminderter Geschwindigkeit möglich ist. Das zweite Gleis bleibt weiterhin ohne Geschwindigkeitsbeschränkung befahrbar.
Im Regionalverkehr ist inzwischen nahezu wieder das vollständige Angebot verfügbar. Die RB 48 fährt ab Samstag zwischen Bonn-Mehlem beziehungsweise Köln und Leverkusen-Manfort wieder nach Fahrplan. Zwischen Leverkusen-Manfort und Wuppertal-Oberbarmen verkehrt sie im Stundentakt. Die RE 7 nutzt in beiden Richtungen wieder ihren regulären Laufweg.
Auch der Fernverkehr ist weitgehend auf die Strecke zurückgekehrt. Seit Freitag verkehren die meisten ICE- und IC-Züge wieder über Solingen, Wuppertal und Hagen. Einzelne Fernverkehrszüge werden weiterhin umgeleitet. Im Bereich der Brücke muss jedoch mit Verspätungen von einigen Minuten gerechnet werden.
Die 1949 errichtete Wupper-Brücke besteht aus zwei getrennten Überbauten, sodass jedes Gleis auf einer eigenen Brücke verläuft. Dadurch konnte der Verkehr trotz des Schadens eingleisig aufrechterhalten werden.
Ausgetauscht werden muss eine stählerne Lagerplatte am südlichen Brückenpfeiler. Dort hatte sich innerhalb kurzer Zeit ein Riss entwickelt, der bei der turnusmäßigen Hauptprüfung Ende 2025 noch nicht vorhanden war. Zusätzlich wird das darunterliegende Brückenlager gesichert. Vor Beginn der Arbeiten erstellt die DB InfraGo zunächst die erforderlichen statischen Berechnungen und Ausführungsplanungen.
Langfristig soll die Brücke umfassend saniert werden. Die ursprünglich für die 2030er Jahre vorgesehene Maßnahme will die DB InfraGo nun vorziehen. Ein konkreter Termin steht jedoch noch nicht fest.
Die Wupper-Brücke liegt an der Bahnstrecke Hagen–Wuppertal–Köln. Während der Korridorsanierung wurden auf diesem Abschnitt vier von insgesamt 89 Brücken erneuert oder saniert. Die Brücke in Leverkusen-Opladen gehörte nicht dazu, da die regelmäßigen Bauwerksprüfungen bis Ende 2025 keine Schäden ergeben hatten. Der jetzt festgestellte Riss wurde am 10. Juli bei einer weiteren Untersuchung entdeckt, die bereits zur Vorbereitung der späteren Generalsanierung vorgesehen war.
Nach Angaben der DB InfraGo wird über den weiteren Bauablauf sowie das Fahrplankonzept ab Mitte September in den kommenden Wochen informiert. Da die Strecke regelmäßig auch als Umleitungsstrecke dient, sind weitere Fahrplanänderungen möglich.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de