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Bayern: Konstante SPNV-Qualität

31.07.26

Jahr für Jahr überprüft die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) die Servicequalität der Eisenbahnverkehrsunternehmen im bayerischen Regionalverkehr. Im Servicequalitätsranking 2025 erreichten die 30 bewerteten Regionalverkehrsnetze auf einer Skala von -100 bis +100 Punkten im Durchschnitt 31,23 Punkte. Damit blieb das Niveau gegenüber dem Vorjahr (31,54 Punkte) nahezu unverändert.

Insgesamt übertrafen 25 Netze die Mindeststandards der BEG, 17 lagen über dem Durchschnittswert. Die Spitzenposition belegte erneut die DB-RegioNetz-Tochter Westfrankenbahn mit ihren Leistungen im Netz Kahlgrund. Den größten Qualitätssprung verzeichnete DB Regio im Netz Donau-Isar-Express. Insgesamt verbesserten 13 Netze ihre Bewertung gegenüber dem Vorjahr, während 16 Netze Punktverluste hinnehmen mussten.

Bärbel Fuchs, Geschäftsführerin der BEG, erklärt: „Im Schnitt halten die Unternehmen bei Service und Komfort das gute Niveau. Innerhalb der Rangliste verschiebt sich dennoch einiges: In manchen Netzen haben die Unternehmen spürbar nachgelegt, in anderen lassen die Bewertungen nach. Genau das machen wir mit unserem Mess- und Anreizsystem sichtbar und sorgen dafür, dass sich Verbesserungen lohnen. Wo es schlechter läuft, schauen wir genau hin.“

Für das Servicequalitätsranking lässt die BEG die Leistungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen regelmäßig durch externe Tester und Fahrgastbefragungen bewerten. Berücksichtigt werden dabei Sauberkeit, Komfort und Kundenorientierung – also Bereiche, die nach Angaben der BEG von den Unternehmen selbst beeinflusst werden können.

Unternehmen, die mehr als null Punkte erreichen und damit die Mindestanforderungen erfüllen, erhalten entsprechend ihrer Bewertung Bonuszahlungen des Freistaats Bayern. Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Minuspunkten müssen dagegen Strafzahlungen leisten.

Christian Bernreiter (CSU), bayerischer Verkehrsminister und Aufsichtsratsvorsitzender der BEG, erklärt: „Es ist gut für unsere Fahrgäste, dass die Unternehmen im bayerischen Schienenpersonennahverkehr bei der Servicequalität verlässlich liefern und motiviert sind. Das insgesamt stabile Ergebnis ist angesichts des herausfordernden Umfelds bei der Infrastruktur und der zunehmenden Nachfrage durchaus bemerkenswert. Unser Ziel muss aber sein, alle Anbieter über die Nulllinie zu bringen.“

Den stärksten Einbruch verzeichnete ebenfalls DB Regio – und zwar im Netz München-Nürnberg-Express/Ringzug West mit den Strecken Nürnberg – München und Nürnberg – Augsburg. Die Servicequalität sank dort von 19,64 Punkten im Jahr 2024 auf -12,32 Punkte. Bemängelt wurden insbesondere die Sauberkeit der Fahrzeuge sowie die Fahrgastinformation bei Störungen.

Den letzten Platz belegt das Netz Neigetechnik Thüringen mit Verbindungen von Bayern Richtung Thüringen. DB Regio kam auf -19,98 Punkte (2024: -5,37 Punkte). Schwächen zeigten sich auch hier bei Sauberkeit und Fahrgastinformation.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
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Quelle: Zughalt.de