31.07.26
Ein ICE L der Deutschen Bahn trägt seit letzter Woche den Namen „Wetterau“. Die Zugtaufe fand im Bahnhof Friedberg (Hessen) anlässlich der Umstellung der Fernverkehrsverbindung zwischen Frankfurt und Westerland (Sylt) auf die neue ICE-L-Generation statt. An der Zeremonie nahmen unter anderem der DB-Konzernbevollmächtigte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, Ismail Ertug, Friedbergs Bürgermeister Kjetil Dahlhaus sowie die Wetterauer Kreisbeigeordnete Marion Götz teil. Getauft wurde der Zug traditionell mit hessischem Apfelsaft.
„Mit der Taufe des ICE L auf den Namen ‚Wetterau‘ setzen wir ein sichtbares Zeichen für die enge Verbindung von Mobilität und regionaler Identität. Der neue Hochgeschwindigkeitszug verbindet die Wetterau mit Frankfurt, Hamburg und der Ferieninsel Sylt – und das mit stufenlosem Einstieg, modernem Design und hohem Fahrgastkomfort. Als rollender Botschafter macht der ICE L die Vielfalt und Lebensqualität der Region deutschlandweit erlebbar“, sagte Ismail Ertug.
Seit dem 11. Juli verkehren die ICE-L-Züge zwischen Frankfurt und Westerland mit Halt in Friedberg. Lediglich zwischen dem 18. und 22. Juli ruhte die Verbindung aufgrund von Bauarbeiten. Mit den Zugpaaren ICE 2374 von Frankfurt über Friedberg nach Westerland sowie ICE 2375 in der Gegenrichtung erhält die Wetterau eine tägliche Direktverbindung unter anderem nach Hamburg und auf die Nordseeinsel Sylt. Nach Angaben der Deutschen Bahn halten damit an Werktagen wieder drei ICE-Züge in Friedberg, an den Wochenenden sind es zehn Zughalte.
Auch Friedbergs Bürgermeister Kjetil Dahlhaus (parteilos) begrüßte die Zugtaufe. „Ich freue mich sehr, dass die Idee einer Zugtaufe in der Wetterau nun Wirklichkeit geworden ist. Als Kreisstadt ist es uns wichtig, die Bedeutung des Friedberger Bahnhofs für die gesamte Region sichtbar zu machen. Er ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt und stärkt Friedberg sowie die Wetterau als Mobilitäts-, Wirtschafts- und Bildungsstandort. Dass künftig ein ICE L den Namen unserer Region trägt, ist dafür ein schönes und weithin sichtbares Zeichen.“
Der ICE L ist die jüngste Fernverkehrsgeneration der Deutschen Bahn. Zu seinen wichtigsten Merkmalen gehört der stufenlose Einstieg, der das Reisen insbesondere für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, Reisende mit Rollstuhl, Kinderwagen oder schwerem Gepäck erleichtern soll. Ergänzt wird dies durch breitere Einstiegstüren und elektrisch höhenverstellbare Tische an den Rollstuhlplätzen.
Darüber hinaus verfügt der Zug über 562 neu entwickelte Sitzplätze. An allen Plätzen stehen Steckdosen zur Verfügung, die Reihensitze sind zusätzlich mit Klapptischen und Tablethaltern ausgestattet. Mobilfunkdurchlässige Fensterscheiben sollen den Handyempfang verbessern. Neue Reservierungsanzeigen mit farbigen LED-Leuchten informieren über reservierte und freie Plätze. Für Familien gibt es mit 46 Plätzen den größten Familienbereich der gesamten Flotte sowie ein Kinderabteil mit neun Plätzen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de