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Vertrieb der Zukunft vorgestellt

31.07.26

Der Bundesverband Schienennahverkehr (BSN) und der Deutschlandtarifverbund (DTV) haben ein gemeinsames Positionspapier zum künftigen Vertrieb im Nah- und Regionalverkehr vorgelegt. Ziel ist es, persönliche Beratung stärker mit digitalen Angeboten zu verbinden und den Ticketvertrieb an das veränderte Kaufverhalten der Fahrgäste anzupassen.

Kern des Papiers ist ein Sieben-Punkte-Plan, der unter anderem den Ausbau digitaler Vertriebswege sowie die Einführung neuer Verfahren wie Account-Based-Ticketing vorsieht. Gleichzeitig sprechen sich BSN und DTV dafür aus, die Zahl der Fahrscheinautomaten zu reduzieren und bestehende Automaten verstärkt auf bargeldlose Bezahlverfahren umzustellen. Persönliche Beratung soll nach den Vorstellungen der Verbände an ausgewählten Standorten erhalten und durch Angebote wie Videoberatung oder Chatfunktionen ergänzt werden.

BSN-Präsident Peter Panitz verweist auf die Folgen des Deutschlandtickets: „Das Deutschlandticket eröffnet Fahrgästen nicht nur neue Möglichkeiten regional übergreifender Mobilität, sondern hat das Ticketing rasant digitalisiert. Die Relevanz klassischer Vertriebswege, wie jenen im Kundencenter oder am Automaten, verändert sich rapide.“

Auch DTV-Geschäftsführer Johann von Aweyden hält Veränderungen für notwendig. „Die Umsätze im analogen Ticketverkauf sinken mittlerweile drastisch. Es ist daher rein wirtschaftlich nicht vertretbar.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de