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München reduziert den ÖPNV

06.08.26 (München)

Der Münchner Stadtrat hat den Fahrplan der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für das Jahr 2027 beschlossen. Das neue Angebot tritt mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 in Kraft und steht ganz im Zeichen der angespannten Haushaltslage der Landeshauptstadt. Steigende Personal- und Energiekosten sowie aus Sicht der Stadt unzureichende Ausgleichszahlungen für das Deutschlandticket zwingen die MVG zu Einsparungen. Gleichzeitig soll das Angebot durch eine Neuordnung des Busnetzes in Teilen attraktiver und zuverlässiger werden.

Nach Angaben der Stadt bleiben sämtliche Haltestellen und alle heutigen Fahrtbeziehungen erhalten. Die Kürzungen konzentrieren sich auf Angebote mit vergleichsweise geringer Nachfrage sowie auf betriebliche Optimierungen. Grundlage der Entscheidungen seien umfangreiche Fahrgastanalysen gewesen.

Im Mittelpunkt des neuen Fahrplans steht die Neugestaltung des Busnetzes innerhalb des Mittleren Rings. Ziel ist es, die Linien besser aufeinander abzustimmen, verspätungsanfällige Streckenführungen zu verkürzen und Parallelverkehre abzubauen. Nach Angaben der MVG sollen dadurch die Betriebskosten dauerhaft sinken und gleichzeitig die Pünktlichkeit steigen. Außerdem rechnet das Unternehmen mit rund 1.000 zusätzlichen Fahrgästen pro Tag.

Von der Neuordnung betroffen sind die Buslinien 52, 54, 58/68, 100, 132, 153, 187, 199 und X30. Die Linie 52 wird künftig durch die nördliche Au bis zum Marienplatz geführt. Der bisherige Cityring wird neu strukturiert, während die Expressbuslinie X30 in die neue Linie 64 umgewandelt wird. Diese hält künftig an allen Unterwegshaltestellen und erhält erweiterte Betriebszeiten.

Neben diesen Änderungen sieht das Fahrplankonzept zahlreiche Konsolidierungsmaßnahmen vor. So verkehrt die Verstärkerlinie U7 künftig nur noch während der Schulzeit im Berufsverkehr zwischen Olympia-Einkaufszentrum und Sendlinger Tor. Auf der Tramlinie 25 wird der Takt montags bis freitags zwischen etwa 9 und 13 Uhr im Stadtgebiet von fünf auf zehn Minuten ausgedünnt. Darüber hinaus sind Anpassungen auf rund 20 Buslinien vorgesehen, die einzelne Tageszeiten oder Streckenabschnitte betreffen.

Weitere Änderungen dienen nach Angaben der MVG der Anpassung an veränderte Fahrgastströme. So tauschen die Tramlinien 19 und 21 ihre östlichen Linienäste. Einzelne Maßnahmen werden bereits vor dem offiziellen Fahrplanwechsel umgesetzt. Seit Anfang August verkehrt die Tramlinie 23 im Berufsverkehr mit größeren Fahrzeugen im Zehn-Minuten-Takt, nachdem sich Fahrgäste auf die parallel verlaufende Linie 12 verlagert haben. Zum Beginn des Wintersemesters wird außerdem das Angebot der Tramlinie 20 nach Moosach im Berufsverkehr auf einen Fünf-Minuten-Takt verdichtet.

Neben dem MVG-Angebot hat der Stadtrat auch die weitere Mitfinanzierung mehrerer Regionalbuslinien beschlossen, die über die Stadtgrenze hinaus verkehren. So soll das Angebot auf reduziertem Niveau gesichert werden.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de