12.08.26 (Berlin)
Die Berliner Verkehrsbetriebe AöR (BVG) haben den Zeitplan für die Sanierung des nördlichen Abschnitts der U-Bahn-Linie U6 aktualisiert. Nach derzeitigem Stand sollen die Züge zum Beginn des Schuljahres 2027 wieder auf der vollständig erneuerten Strecke verkehren. Damit geht eines der größten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre in die Schlussphase.
Ursprünglich war lediglich die Instandsetzung einzelner Brücken und Bauwerke vorgesehen. Im Verlauf der Bauarbeiten zeigte sich jedoch, dass sich zahlreiche Bestandteile der rund 70 Jahre alten Infrastruktur in einem deutlich schlechteren Zustand befanden als erwartet. Erst nach dem Freilegen von Brücken, Bahnhöfen und Bahndamm wurde das tatsächliche Ausmaß der Schäden sichtbar.
Die BVG AöR entschied daraufhin, auch diese zusätzlichen Mängel im Rahmen der laufenden Baumaßnahme zu beseitigen. Ziel ist es, die Strecke nicht nur kurzfristig instand zu setzen, sondern langfristig eine leistungsfähige und zuverlässige Infrastruktur zu schaffen.
Zu Verzögerungen trug außerdem der strenge Winter zu Beginn des Jahres bei. Mehrere Wochen konnten aufgrund der Witterung keine Arbeiten ausgeführt werden. Nach Angaben der BVG AöR lassen sich solche Ausfälle bei einem komplexen Bauprojekt nur schwer aufholen, da zahlreiche Bauabschnitte aufeinander aufbauen und der Einsatz von Fachfirmen sowie Spezialgeräten langfristig koordiniert werden muss.
Inzwischen hat die BVG AöR den Bauablauf gemeinsam mit den beteiligten Planern und Bauunternehmen neu organisiert. Ein großer Teil der Strecke wurde bereits erneuert, auch die Arbeiten an den Bahnhöfen sind weitgehend abgeschlossen. In den kommenden Monaten folgen der Einbau der letzten Gleise, die Verlegung von Strom- und Signalkabeln sowie die Installation der Leit- und Sicherungstechnik. Mit der umfassenden Erneuerung soll die Linie U6 langfristig zuverlässiger werden und den steigenden Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de