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DB baut Sachsen-Franken-Magistrale aus

14.08.26 (Bayern, Sachsen)

Die Deutsche Bahn setzt den Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale fort. Vom 17. August bis 12. Dezember bündelt die DB InfraGO umfangreiche Bauarbeiten im Eisenbahnknoten Gößnitz und im Bahnhof Werdau. Gleichzeitig wurden einzelne Bauabläufe an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Ziel ist es, möglichst viele Maßnahmen in einer gemeinsamen Sperrpause umzusetzen und damit Kapazität, Qualität und Zuverlässigkeit auf der wichtigen Verbindung zwischen Sachsen und Franken zu verbessern.

Im Knoten Gößnitz werden unter anderem Gleise und Weichen erneuert sowie die Arbeiten an den Oberleitungsanlagen fortgesetzt. Hinzu kommen der Einschub einer Eisenbahnbrücke in Ponitz und von zwei Eisenbahnbrücken in Crimmitschau. Außerdem arbeitet die DB weiter an Stützwänden entlang der Alexander-Puschkin-Straße in Gößnitz und der Kitscherstraße in Crimmitschau. Damit werden mehrere Bauwerke und technische Anlagen gleichzeitig erneuert, um spätere zusätzliche Sperrungen möglichst zu vermeiden.

Auch im Bahnhof Werdau stehen umfangreiche Arbeiten an. Dort entstehen zwei jeweils 750 Meter lange Güterzugüberholungsgleise. Zusätzlich werden neue Weichen und Signalanlagen eingebaut. Am Bahnsteig 2 ist ein Zwischensignal vorgesehen, das künftig das Kuppeln und Trennen von Zügen ermöglichen soll. Damit werden zugleich Voraussetzungen für eine Angebotserweiterung im S-Bahnverkehr Richtung Plauen ab Dezember geschaffen.

Der Bahnhof erhält außerdem neue Bahnsteigdächer, ein neues Wegleitsystem, modernisierte Anzeiger und eine erneuerte Personenunterführung.

Bei einzelnen Teilprojekten verschiebt sich die Fertigstellung. Im Knoten Gößnitz führten schwierigere Baugrundverhältnisse an der Stützwand entlang der Alexander-Puschkin-Straße zu einer geänderten Bauweise und damit zu Anpassungen im Terminplan. Hinzu kommen Engpässe bei spezialisiertem Fachpersonal und Materialien für die Leit- und Sicherungstechnik.

Die Hauptbaumaßnahmen der diesjährigen Sperrpause sollen dennoch wie vorgesehen umgesetzt werden. Die noch im Bau befindlichen Gleisanlagen im Bahnhof Gößnitz sollen während einer weiteren Sperrpause 2027 in Betrieb gehen.

Auch bei den 750-Meter-Überholgleisen in Werdau wurde der Zeitplan angepasst. Die Inbetriebnahme verschiebt sich von Oktober auf Dezember 2026. Ursache ist nach Angaben der DB vor allem die hohe Auslastung bei Plan- und Abnahmeprüfungen für die Leit- und Sicherungstechnik. Die zusätzlichen Gleise sollen künftig längere Güterzüge aufnehmen und damit die betrieblichen Möglichkeiten im Bahnhof erweitern.

Für die Bauarbeiten muss der betroffene Streckenabschnitt zeitweise vollständig gesperrt werden. DB Regio hat dafür ein Ersatzkonzept mit Bussen vorbereitet. Die Ersatzverkehre sollen auf die Zuganschlüsse abgestimmt werden. Fahrplanänderungen werden in den digitalen Auskunftssystemen und an den Bahnhöfen veröffentlicht.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de