21.08.26
Die Zentralbahn hat das erste Fahrzeug ihrer neuen FINK-Serie übernommen. Der Triebzug wurde in der Nacht vom 12. auf den 13. August von Stadler in Bussnang nach Interlaken Ost transportiert und dort auf das Netz der Zentralbahn überführt.
Von Meiringen aus beginnt nun die Inbetriebsetzung mit umfangreichen Typentests. In den kommenden Wochen wird das Fahrzeug unter realen Betriebsbedingungen geprüft. Dabei stehen unter anderem Fahrverhalten, Bremsleistung, Zahnrad- und Adhäsionsantrieb, Fahrzeugsteuerung sowie das Zugsicherungssystem im Mittelpunkt.
Erst nach erfolgreichem Abschluss der Tests erhält der neue FINK die endgültige Zulassung für den Regelbetrieb. Voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 soll das erste Fahrzeug vor allem auf der Verbindung Luzern–Engelberg eingesetzt werden. Dort führt die Zentralbahn zum selben Termin einen neuen Halbstundentakt ein.
Die weiteren neun bestellten FINK-Triebzüge sollen in den darauffolgenden Wochen schrittweise in Betrieb gehen. Die Fahrzeuge werden von Stadler in Bussnang produziert. Jeder FINK verfügt über 111 Sitzplätze in der zweiten und 17 in der ersten Klasse. Die durchschnittliche Produktionszeit beträgt nach Angaben der Zentralbahn rund zehn Monate. Mit zehn FINK- und sieben weiteren ADLER-Zügen, die ab Ende 2027 folgen sollen, setzt die Zentralbahn die größte Fahrzeugbeschaffung ihrer Geschichte um.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de