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Respektkampagne in Wiesbaden

ESWE Verkehr in Wiesbaden hat seine im Juni gestartete Respektkampagne „Unser Weg: Respekt“ deutlich ausgeweitet. Seit August sind zwei entsprechend gestaltete Busse im Stadtgebiet unterwegs. Zusätzlich hängen die Kampagnenmotive an zentralen Haltestellen und auf rund 100 beleuchteten Citylight-Flächen. Die Botschaften wie „Respekt ist: wenn deine Musik privat bleibt“ oder „Respekt ist: wenn Grenzen akzeptiert werden“ sollen Fahrgäste und Mitarbeiter gleichermaßen für ein respektvolles Miteinander sensibilisieren.

Nach Angaben des Unternehmens stößt die Kampagne auf breite Zustimmung. Auch in den sozialen Netzwerken beteiligen sich Fahrgäste mit eigenen Erfahrungen und Vorschlägen. ESWE-Geschäftsführerin Marion Hebding sieht die Aktion als Beitrag zu mehr Rücksichtnahme im öffentlichen Nahverkehr. Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) unterstützt die Kampagne ebenfalls und verweist darauf, dass verbale und körperliche Angriffe auf Beschäftigte im Nahverkehr nicht akzeptabel seien.

Nach Angaben von ESWE Verkehr sind körperliche Übergriffe auf Fahrer und Fahrausweisprüfer im Wiesbadener Liniennetz zuletzt zurückgegangen. Gleichzeitig habe gewalttätiges Fehlverhalten unter Fahrgästen zugenommen. Das Unternehmen versteht die Kampagne auch als Reaktion auf eine breitere gesellschaftliche Entwicklung, auf die man ohne erhobenen Zeigefinger reagieren möchte.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de