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BSVG schließt Betriebshof-Umbau ab

Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG) hat nach acht Jahren den grundlegenden Umbau ihres Busbetriebshofs am Lindenberg abgeschlossen. Seit 2018 wurde das rund 50.000 Quadratmeter große Gelände bei laufendem Betrieb modernisiert. Entstanden sind neue Werkstätten, ein Verwaltungsgebäude sowie drei neue Abstellhallen, sogenannte Bus-Ports.

Der Betriebshof bietet nun Platz für rund 165 Busse und ist auf den Einsatz einer zunehmend elektrischen Flotte ausgerichtet. Auf den Gebäuden wurde zudem eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von rund 12.900 Quadratmetern und einer Leistung von 1,8 Megawatt Peak installiert. Nach Angaben der BSVG handelt es sich um die größte Anlage dieser Art im Braunschweiger Stadtgebiet. Der erzeugte Strom soll auch für den Betrieb der Elektrobusse genutzt werden.

Parallel zum Umbau des Depots hat die BSVG ihre Elektrobusflotte deutlich vergrößert. Mit 50 neu beschafften Fahrzeugen fährt inzwischen fast jeder dritte Bus elektrisch. Zum Einsatz kommen 32 MAN Lion’s City E in unterschiedlichen Längen sowie 18 Mercedes-Benz eCitaro G.

Die Fahrzeuge nutzen verschiedene Ladesysteme: Die MAN-Busse werden vor allem auf dem Betriebshof geladen, während die eCitaro G zusätzlich während des Linieneinsatzes über Stromabnehmer nachgeladen werden können. Auf dem Betriebshof stehen dafür 55 Ladepunkte und ein Pantografenmast zur Verfügung. Weitere Lademöglichkeiten gibt es an zwei Haltestellen im Braunschweiger Stadtgebiet sowie am Bahnhof Wolfenbüttel. Damit verbindet die BSVG Depotladung und Nachladung im Linienbetrieb.

Die Investitionen in die 50 Elektrobusse und die Ladeinfrastruktur belaufen sich zusammen auf knapp 34 Millionen Euro. Davon entfallen rund 23 Millionen Euro auf die Fahrzeuge und fast elf Millionen Euro auf die Infrastruktur. Der Bund beteiligte sich mit insgesamt rund 18,3 Millionen Euro.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) verwies bei der Vorstellung auf die Förderung klimafreundlicher Busantriebe und der dazugehörigen Ladeinfrastruktur. Auch das Land Niedersachsen unterstützte die Projekte finanziell. Für die Busbeschaffung flossen 5,6 Millionen Euro, für den Neubau des Betriebshofs rund zwölf Millionen Euro.

Die Gesamtkosten des Betriebshofprojekts lagen bei gut 42 Millionen Euro. Braunschweigs Oberbürgermeister Thorsten Kornblum (SPD) bezeichnete den Ausbau der Elektromobilität als wichtigen Bestandteil der städtischen Verkehrspolitik. BSVG-Geschäftsführer Frank Brandt hob hervor, dass der Busbetrieb während der gesamten achtjährigen Bauzeit ohne Unterbrechung aufrechterhalten wurde.

Die BSVG hatte bereits 2014 mit ersten Elektrofahrzeugen den Einstieg in die Elektromobilität begonnen. Mit dem Abschluss des Umbaus verfügt die BSVG nun über die technische Infrastruktur für den weiteren Ausbau ihrer Elektrobusflotte. Zugleich endet ein Bauprojekt, das Werkstatt, Abstellung, Ladeinfrastruktur und Stromerzeugung an einem Standort zusammenführt.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de