Die 18 neuen FLIRT-3-XL-Triebzüge im Mosel-Lux-Netz erhalten Namen und Wappen von Gemeinden entlang der Mosel. Bei einer Veranstaltung im DB-Regio-Werk Trier wurden die ausgewählten Kommunen in der vergangenen Woche offiziell als Namenspaten ausgezeichnet. Die Fahrzeuge sind seit Dezember 2025 auf den Regionalbahnlinien RB 81 zwischen Trier und Koblenz sowie RB 82 zwischen Trier und Perl-Schengen im Einsatz.
Vorausgegangen war ein gemeinsamer Wettbewerb von DB Regio Mitte und dem Aufgabenträger SPNV Nord. Bürger aus 37 Orts- und Stadtteilen entlang der Mosel konnten für ihren Ort abstimmen. Insgesamt wurden mehr als 10.000 Stimmen abgegeben. Entscheidend war das Verhältnis der abgegebenen Stimmen zur Einwohnerzahl.
Die ersten drei Plätze belegten Moselkern, Neef und Pommern. Weitere Namensgeber sind Bengel, Bullay, Ediger-Eller, Hatzenport, Kattenes, Klotten, Lehmen, Löf, Müden, Oberbillig, Temmels, Treis-Karden, Ürzig, Wasserliesch und Wellen.
Beim Abschlusstermin in Trier wurde der Triebzug 3428 018 als erstes Fahrzeug auf den Namen „Moselkern“ getauft. Name und Gemeindewappen sind an beiden Zugenden angebracht. Die übrigen 17 Fahrzeuge sollen in den kommenden Wochen schrittweise während planmäßiger Werkstattaufenthalte entsprechend gekennzeichnet werden.
Jeder Zug legt nach Angaben von DB Regio jährlich rund 170.000 Kilometer auf der Moselstrecke zurück und befördert im Durchschnitt etwa 210.000 Reisende. Die Namensgebung soll die Verbindung der Fahrzeuge mit den Orten entlang der Strecke sichtbar machen.
Die vierteiligen FLIRT 3 XL von Stadler bieten Platz für insgesamt 507 Fahrgäste, darunter 245 Sitzplätze. 20 Sitzplätze mit größerem Abstand befinden sich in der ersten Klasse. Die Fahrzeuge sind klimatisiert und verfügen über Steckdosen, kostenloses WLAN, Videoüberwachung und ein modernes Fahrgastinformationssystem.
Große Mehrzweckbereiche ermöglichen die Mitnahme von bis zu 30 Fahrrädern sowie Rollstühlen und Kinderwagen. Sieben Türen auf jeder Fahrzeugseite sollen einen schnellen Fahrgastwechsel ermöglichen. Zwischen der ersten und letzten Tür sind die Züge stufenlos begehbar. In den Mittelwagen befinden sich ein barrierefreies sowie ein weiteres WC.
Die neuen Fahrzeuge sind Bestandteil des Mosel-Lux-Netzes, das die Moselstrecke im nördlichen Rheinland-Pfalz mit Verbindungen in Richtung Saarland und Luxemburg verknüpft. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 lösten sie ältere Fahrzeuge auf den Regionalbahnlinien ab. Neben mehr Kapazität war vor allem eine modernere Ausstattung für längere Fahrten entlang der Mosel vorgesehen.
Mit den neuen Fahrzeugen wurde das Angebot auf den Moselstrecken Ende 2025 modernisiert. Die Züge verbinden Rheinland-Pfalz über das Saarland bis in den Grenzraum zu Luxemburg. Mit den Patenschaften bekommen nun alle Fahrzeuge zusätzlich einen regionalen Bezug.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de