Jobportal für die Bahnbranche & ÖPNV

Sachsen-Anhalt plant autonome Busse

Sachsen-Anhalt will den Einsatz autonomer Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr vorantreiben. Ziel ist es, vor allem im ländlichen Raum neue Angebote für die Feinerschließung und als Zubringer zu wichtigen ÖPNV-Knoten zu schaffen. Sechs Landkreise, die Städte Halle und Magdeburg, die Otto-von-Guericke-Universität sowie die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH haben dazu ein gemeinsames Memorandum unterzeichnet. Beteiligt sind die Landkreise Börde, Harz, Jerichower Land, Salzlandkreis und Stendal sowie der Altmarkkreis Salzwedel.

Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) kündigte an, Sachsen-Anhalt zu einer bundesweiten Modellregion für autonomes Fahren im ländlichen öffentlichen Verkehr entwickeln zu wollen. In knapp zwei Jahren sollen zunächst kleinere Pilotprojekte starten. Vorgesehen sind lokal begrenzte automatisierte Verkehre.

Später soll erprobt werden, wie klassische Linienangebote in einem Landkreis schrittweise durch autonome Verkehre ergänzt oder teilweise ersetzt werden können. Langfristiges Ziel ist eine landesweite Einführung.

Das Land sieht darin vor allem eine Chance für Regionen, in denen Busangebote wegen geringer Nachfrage und langer Wege nur schwer wirtschaftlich zu betreiben sind. Zugleich sollen die Pilotprojekte Erfahrungen für einen späteren Regelbetrieb liefern. Bis dahin müssen unter anderem technische, rechtliche und betriebliche Fragen geklärt werden.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de