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Captrain: Zehn Jahre Ausbildung

Mit dem neuen Ausbildungsjahr 2026/27 blickt die Captrain-Deutschland-Gruppe auf zehn Jahre Lokführerausbildung in Dresden und Pirna zurück. Seit 2016 bildet die Tochtergesellschaft ITL Eisenbahngesellschaft mbH dort angehende Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport, aus. Seit dem ersten Ausbildungsjahr haben 47 junge Menschen bei der ITL ihre Ausbildung begonnen. 31 von ihnen haben sie bereits abgeschlossen, 16 befinden sich derzeit noch in Ausbildung.

Nach Unternehmensangaben haben bislang alle Auszubildenden, die nach drei Jahren zur Abschlussprüfung antreten konnten, diese bestanden. 28 schafften den Abschluss bereits im ersten Versuch. Ein großer Teil der Absolventen blieb dem Unternehmen erhalten. 25 der bisher Ausgebildeten arbeiten weiterhin bei der ITL, einige von ihnen inzwischen selbst als Ausbilder.

Die Industrie- und Handelskammer zeichnete das Unternehmen mehrfach als Ausbildungsbetrieb aus, zuletzt 2024 und 2025. Auch für den neuen Jahrgang waren sämtliche Ausbildungsplätze besetzt. Für 2027 plant die ITL sieben weitere Ausbildungsplätze für angehende Triebfahrzeugführer. Bewerbungen dafür sind nach Angaben des Unternehmens bereits möglich.

Daneben bildet das Unternehmen in Dresden Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen aus. Am Werkstattstandort Pirna werden Mechatroniker, Industriemechaniker und Fachkräfte für Metalltechnik ausgebildet. Auch die Ausbildung des Werkstattnachwuchses besteht dort seit 2016.

Für die Ausbildung der künftigen Eisenbahner stehen nach Angaben des Unternehmens zwölf Ausbilder und Prüfer sowie acht Lehrlokführer zur Verfügung. Den praktischen Teil absolvieren die Nachwuchskräfte im laufenden Fahrbetrieb. Hinzu kommen Angebote zur Nachwuchsgewinnung wie Schülerpraktika, Ausbildungsmessen, Tage der offenen Tür und spezielle Bewerbertage.

Captrain und ITL setzen dabei auf eine langfristige Bindung der Nachwuchskräfte. Wer die Ausbildung erfolgreich abschließt, erhält nach Unternehmensangaben eine Übernahmegarantie. Damit will die Gruppe dem Fachkräftebedarf im Schienengüterverkehr begegnen und zugleich eigenes Personal für den Fahr- und Werkstattbereich aufbauen.

ITL-Geschäftsführer Jérôme Méline bezeichnet die Ausbildung als wesentliche Investition in die Zukunft des Unternehmens. Die Aktivitäten seien in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet worden und sollen weiter wachsen. Auch die Personalabteilung verweist auf den Anspruch, Ausbildung und spätere Beschäftigung eng miteinander zu verbinden.

Mit dem zehnjährigen Bestehen der Lokführerausbildung kann die ITL damit auf eine stabile Nachwuchsstruktur zurückgreifen. Entscheidend bleibt für das Unternehmen, ausreichend Bewerber für technische und betriebliche Berufe zu gewinnen. Gerade im Schienengüterverkehr ist genug Personal eine zentrale Voraussetzung dafür, vorhandene Fahrzeuge und Verkehrsangebote zuverlässig einsetzen zu können.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de