Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) und die Agentur für Arbeit haben ihr Qualifizierungsprojekt „Job-Turbo“ abgeschlossen. Innerhalb von knapp 13 Monaten wurden in drei Durchgängen 13 geflüchtete Männer aus sieben Ländern zu Busfahrern ausgebildet. Alle Teilnehmer erwarben den erforderlichen Führerschein, elf von ihnen sind inzwischen im regulären Liniendienst der KVB eingesetzt.
Die Teilnehmer stammen aus Iran, Syrien, Afghanistan, Mali, Somalia, Eritrea und Irak. Zu Beginn absolvierten sie bei einem externen Bildungsträger einen achtwöchigen berufsspezifischen Deutschkurs. Anschließend folgten der Bus-Führerschein und der Personenbeförderungsschein. Danach wurden die Teilnehmer in der KVB-Fahrschule weiterqualifiziert. Dort standen Tarife, betriebliche Abläufe sowie das Fahren von Elektro- und Gelenkbussen auf dem Programm. Vor dem selbstständigen Einsatz im Linienverkehr begleiteten Lehrfahrer die neuen Mitarbeiter.
KVB-Arbeitsdirektor Peter Densborn sieht in dem Projekt zugleich einen Beitrag zur Fachkräftesicherung. „Die jungen Männer haben sich während ihrer Ausbildung und jetzt auch im Job als außerordentlich motiviert und zuverlässig erwiesen“, erklärte er. Auch die Agentur für Arbeit verweist auf den weiterhin hohen Personalbedarf. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sollen vergleichbare Qualifizierungswege künftig weiteren Bewerbern den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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Quelle: Zughalt.de