Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben mit der Westhaus Energietechnik GmbH ihr tausendstes Jobticket-Partnerunternehmen gewonnen. Zugleich nutzen inzwischen rund 40.000 Beschäftigte in Dresden ein Jobticket. Die DVB bieten das Modell seit 2003 an und verzeichnen insbesondere seit Einführung des Deutschlandtickets deutlich mehr Partnerschaften. Das Angebot ist ein fester Bestandteil des betrieblichen Mobilitätsmanagements.
Im Jahr 2022 bestanden noch 336 Rahmenverträge mit Unternehmen, 2023 waren es bereits 718. Nun ist die Marke von 1.000 Partnern erreicht. Besonders gefragt ist das Deutschlandticket: Von den rund 40.000 Jobtickets entfallen etwa 35.000 auf diese Variante. Rund 5.000 Beschäftigte nutzen weiterhin ein Jobticket im Normaltarif. „Das Jobticket-Angebot ist nicht nur ein wichtiges Argument bei der Fachkräftegewinnung und -bindung, sondern stärkt auch den Wirtschaftsstandort Dresden“, erklärt DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach. Zugleich gewinne der öffentliche Nahverkehr zusätzliche Fahrgäste.
Unternehmensbereichsleiter Martin Gawalek verweist darauf, dass immer mehr Firmen das Jobticket für ihre Beschäftigten anbieten. Das 1.000. Partnerunternehmen Westhaus Energietechnik ist Hersteller von Schaltschränken. Nach Angaben von Geschäftsführer Falco Riemer ging die Einführung des Jobtickets auf einen konkreten Wunsch der Belegschaft zurück. Wegen der guten Anbindung des Unternehmens an Straßenbahn und Bahn sei das Deutschlandticket als Jobticket eine sinnvolle Ergänzung.
Unter den Partnerunternehmen finden sich besonders viele kleinere und mittlere Betriebe. Die größte Gruppe bilden Firmen mit 30 bis 50 Mitarbeitern; davon nehmen 208 am Jobticketprogramm teil. Zu den großen Partnern gehören unter anderem Infineon, Sachsen-Energie und die Landeshauptstadt Dresden selbst.
Für Unternehmen kann das Jobticket auch organisatorische und wirtschaftliche Vorteile haben. Weniger Beschäftigte, die mit dem Auto zur Arbeit kommen, können den Bedarf an Stellplätzen reduzieren. In Dresden entfällt für Unternehmen mit Jobticket-Angebot zudem die amtliche Nachweispflicht für Einzelstellplätze. Die Verwaltung erfolgt über das Online-Portal „Mein Jobticket“, die Abrechnung kann über Lohn und Gehalt laufen. Beschäftigte bestellen das Ticket über ihren Arbeitgeber, sofern dieser einen entsprechenden Vertrag mit den DVB abgeschlossen hat.
Das digitale Jobticket steht anschließend in der DVB-App oder in der Wallet auf dem Smartphone zur Verfügung. Zusätzlich können Nutzer über die DVB-Mobiwelt weitere Mobilitätsangebote nutzen, darunter Fahrradausleihe mit Vergünstigungen beim Carsharing. Mit dem 1.000. Partnerunternehmen erreicht das seit mehr als zwei Jahrzehnten bestehende Angebot einen neuen Höchststand. Der größte Wachstumsschub fällt in die Zeit seit Einführung des Deutschlandtickets, das inzwischen den weitaus größten Teil der Jobtickets in Dresden ausmacht.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de