Die Berliner Verkehrsbetriebe AöR bündeln zahlreiche bislang über Berlin verteilte Bereiche an einem neuen Standort nahe dem Ostkreuz. Auf rund 40.000 Quadratmetern soll ein gemeinsamer Campus für etwa 2.000 Mitarbeiter aus Betrieb, Technik, Verwaltung und Sicherheit entstehen. Der Umzug ist schrittweise von 2028 bis 2030 vorgesehen, der Mietvertrag läuft bis 2055.
Mit der Zusammenführung will die BVG AöR Abstimmungswege verkürzen und die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Unternehmensbereichen verbessern. Gerade bei komplexen Projekten sollen Entscheidungen schneller und Prozesse effizienter werden. „Wir werden in Zukunft noch besser, fokussierter und vernetzter für unsere Fahrgäste und Berlin arbeiten können als bisher“, erklärt Vorstandsvorsitzender Henrik Falk. Personalvorständin Jenny Zeller-Grothe verweist ebenfalls auf Vorteile für die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Hintergrund der Standortentscheidung sind auch auslaufende Mietverträge. Dazu gehört das Trias-Gebäude nahe der Jannowitzbrücke, in dem derzeit rund 1.200 Mitarbeiter arbeiten. Andere bestehende Standorte müssten in den kommenden Jahren teilweise aufwendig saniert werden.
Nach Angaben der BVG AöR liegen die Kosten für den neuen Campus über die gesamte Laufzeit des Mietvertrags gerechnet um deutlich mehr als zehn Prozent unter der bisherigen Planung. Der Umzug soll den laufenden Betrieb nicht stören.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de