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ICE-City Erfurt nimmt Gestalt an

Die Entwicklung der ICE-City Erfurt nimmt auf den früheren Bahnflächen östlich des Hauptbahnhofs weiter Gestalt an. Auf rund 30 Hektar entsteht ein neues Stadtquartier, das Arbeiten, Mobilität und Stadtentwicklung miteinander verbinden soll. Ein zentraler Baustein ist der künftige DB Campus. Insgesamt plant die Deutsche Bahn Investitionen von etwa 250 Millionen Euro in der ICE-City, davon rund 110 Millionen Euro für den Campus.

Mit dem Abschluss eines Erschließungsvertrags zwischen der Landeshauptstadt Erfurt und der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) wurden zuletzt wichtige Voraussetzungen für die nächsten Bauabschnitte geschaffen. Der Vertrag regelt unter anderem Straßen, Wege, Leitungen und öffentliche Flächen. Damit kann die weitere Erschließung des Quartiers vorbereitet werden. Bereits sichtbar ist das sogenannte „Haus 1“. Das Gebäude wird derzeit errichtet; die Fläche für einen Veranstaltungssaal und die beiden sechsgeschossigen Treppenhäuser an den Seiten stehen bereits.

Ab Ende 2027 soll der DB Campus zunächst auf zwei Etagen des Hauses seinen Betrieb aufnehmen. Das zentrale Campus-Gebäude soll in unmittelbarer Nähe bis 2029 entstehen. Die Deutsche Bahn will den Campus als Ort für Weiterbildung, Wissensaustausch und die Entwicklung neuer Lösungen rund um die Eisenbahn nutzen. DB-Personalvorstand Martin Seiler spricht von einem Standort, an dem Wissen und Erfahrung gesichert und weitergegeben werden sollen. Beschäftigte aus unterschiedlichen Bereichen sollen dort zusammenarbeiten.

Für Erfurt ist das Vorhaben zugleich ein großes Stadtentwicklungsprojekt. Die ICE-City nutzt Flächen in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs und damit an einem der wichtigsten Verkehrsknoten Thüringens. Neben dem DB Campus sollen dort weitere Nutzungen für Arbeiten, Dienstleistungen und öffentliche Räume entstehen. Thüringens Infrastrukturstaatssekretär Tobias Knoblich (parteilos) sieht in dem Projekt eine Verbindung zwischen der Funktion Erfurts als Bahnknoten und der Stadtentwicklung.

Stadt, Freistaat, LEG und Deutsche Bahn arbeiten bei der Entwicklung des Areals zusammen. Auch Erfurts Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) bezeichnet die ICE-City als eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der Landeshauptstadt. Mit den laufenden Bauarbeiten werde aus den bisherigen Planungen zunehmend ein sichtbares Quartier.

Die Landesentwicklungsgesellschaft übernimmt eine zentrale Rolle bei der Erschließung. LEG-Geschäftsführer Andreas Krey verweist darauf, dass der Erschließungsvertrag die Grundlage für die weitere Entwicklung schaffe. Neben der Verkehrsanbindung und technischen Infrastruktur geht es dabei auch um öffentliche Flächen und die Voraussetzungen für weitere Investitionen. Mit dem Bau von „Haus 1“, den Erschließungsmaßnahmen und dem geplanten Campus-Gebäude treten mehrere Bausteine der ICE-City in die Umsetzungsphase, die bis 2029 abgeschlossen sein soll.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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58453 Witten
Quelle: Zughalt.de