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Zollern-Alb-Bahn wird weiter geplant

Die Deutsche Bahn bereitet den weiteren Ausbau der Zollern-Alb-Bahn zwischen Tübingen und Sigmaringen vor. Bis 2040 soll die Strecke modernisiert, elektrifiziert und abschnittsweise ausgebaut werden. Für den Übergang in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung sind nun weitere Baugrunduntersuchungen notwendig.

Vom 21. September bis 16. Oktober untersucht die DB den Untergrund in Tübingen-Derendingen. Dabei geht es um die Fundamente neuer Eisenbahnbrücken, Oberleitungsmasten und Signale sowie um den geplanten zweigleisigen Ausbau. Die Arbeiten beginnen auf Höhe des Landratsamts Tübingen und setzen sich entlang der Bahnstrecke in Richtung Gewerbegebiet Steinlachwasen fort. Vorbereitende Vermessungen laufen bereits.

Zum Einsatz kommen Rammbohrungen und handgeführte Geräte. Gearbeitet wird überwiegend zwischen 7 und 18 Uhr. Um den Bahnverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, sind teilweise auch Nachtarbeiten zwischen 0 und 5 Uhr vorgesehen. An Wochenenden soll nicht gearbeitet werden. Nach Angaben der DB sind für Fußgänger, Rad- und Autoverkehr keine Einschränkungen vorgesehen. Anwohner werden zusätzlich informiert.

Die Untersuchungen bereiten den Ausbau im Raum Tübingen vor. Zwischen Tübingen und Mössingen ist ein zweigleisiger Ausbau vorgesehen. Die bestehende Station Tübingen-Derendingen erhält einen zweiten Bahnsteig. Zusätzlich sollen mit Tübingen Mühlbachäcker nahe dem Landratsamt und Tübingen Steinlachwasen im Gewerbegebiet zwei neue Haltepunkte entstehen. Alle Stationen sollen barrierefrei ausgebaut werden.

Das Projekt ist Bestandteil der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb. Sie soll bestehende Eisenbahnstrecken mit neuen Stadtbahnstrecken verknüpfen und im Halbstundentakt umsteigefreie Verbindungen aus dem Umland in die Städte und Gemeinden der Region ermöglichen.

Auf der Zollern-Alb-Bahn zwischen Tübingen und Albstadt-Ebingen sind neben der Elektrifizierung zwei neue zweigleisige Abschnitte, fünf neue Kreuzungsbahnhöfe und elf neue Stationen vorgesehen. Damit sollen die Voraussetzungen für dichteren und zuverlässigeren Zugverkehr sowie direkte Verbindungen nach Stuttgart geschaffen werden.

Eigentümer und Infrastrukturbetreiber ist die DB InfraGO AG. Sie übernimmt die Bauherrenfunktion für Ausbau, Modernisierung und Elektrifizierung. Der Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb koordiniert die kommunale Projektseite im Abschnitt Tübingen bis Albstadt-Ebingen. Für den südlichen Abschnitt bis Sigmaringen sind der Landkreis Sigmaringen und der Zollernalbkreis kommunale Vertragspartner.

Bund und Land fördern das Vorhaben aus Mitteln des GVFG-Bundesprogramms. Die gesamte Zollern-Alb-Bahn soll nach einer Vereinbarung zwischen Deutscher Bahn, Land Baden-Württemberg, Zweckverband und den beteiligten Landkreisen in vier Bauabschnitten ausgehend vom Tübinger Hauptbahnhof umgesetzt werden.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de