Der Ende August veröffentlichte ÖV-Atlas 2026 der Denkfabrik Agora Verkehrswende bescheinigt dem Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) eine überdurchschnittlich gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Das gilt nach Angaben der Studie ausdrücklich auch für ländliche Räume. Grundlage des Atlas sind Fahrplandaten mit Stand 31. Januar 2026 sowie Bevölkerungsdaten des Zensus. Untersucht wurden rund 11.000 Gemeinden und 400 Kreise.
Rheinland-Pfalz weist dabei bundesweit den geringsten Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Regionen auf. Besonders gut schneidet der Landkreis Bad Kreuznach ab. Er gehört laut Studie zu den drei besten ländlich geprägten Landkreisen Deutschlands.
Grundlage ist das seit 2022 gemeinsam mit den Aufgabenträgern und dem ZÖPNV Süd umgesetzte ÖPNV-Konzept. Es sichert in allen Gemeinden mindestens einen Zwei-Stunden-Takt, vielerorts stündliche Verbindungen und in größeren Städten einen Halbstundentakt mit Anschlüssen an zentrale Knoten und das Schienennetz. Auch der Landkreis Birkenfeld wird für seine dichte Grundversorgung hervorgehoben. Auch Alzey-Worms profitiert von der Vertaktung.
Im Landkreis Mainz-Bingen verfügen rund 39 Prozent der Bevölkerung über eine sehr gute oder gute Anbindung. RNN-Geschäftsführerin Silke Meyer sieht die Ergebnisse als Bestätigung für den verlässlichen Grundtakt im Verbundgebiet mit dem Ziel einer Angebotsstabilisierung.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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Quelle: Zughalt.de