Die DB InfraGO hat die Ausbaupläne für den RRX-Abschnitt zwischen Düsseldorf-Angermund und Duisburg-Schlenk überarbeitet. Im Planfeststellungsabschnitt 3.2 wurden zahlreiche Einwendungen aus dem bisherigen Verfahren berücksichtigt. Unter anderem änderte das Projektteam die vorgesehenen Höhen mehrerer Schallschutzwände und vertiefte weitere Teile der Planung.
Die geänderten Unterlagen liegen seit dem 14. September öffentlich aus und können bis einschließlich 13. Oktober eingesehen werden. Betroffene Bürger und Interessenverbände können bis zum 26. Oktober Einwendungen gegen die Planänderungen bei der Bezirksregierung Arnsberg erheben.
Das sogenannte Deckblattverfahren wird eingesetzt, wenn sich Planungen gegenüber den ursprünglich eingereichten Unterlagen ändern. Zusätzlich bietet die DB InfraGO am 17. September um 18 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung an. Dort sollen die wesentlichen Änderungen vorgestellt und das weitere Verfahren erläutert werden. Fragen können über einen Live-Chat gestellt werden. Während der Offenlage sind außerdem Bürgersprechstunden für individuelle Anliegen vorgesehen.
Der Ausbau ist Teil des Rhein-Ruhr-Express-Projekts. Ziel ist es, den RRX künftig im durchgängigen Viertelstundentakt zwischen Köln und Dortmund fahren zu lassen, wenn die Bestellmittel dazu ausreichen. Dafür soll die Strecke zwischen Düsseldorf-Angermund und Duisburg Hauptbahnhof abschnittsweise erweitert werden.
Zwischen Angermund und Duisburg-Großenbaum ist ein durchgehender Ausbau auf sechs Gleise vorgesehen. Die beiden zusätzlichen Gleise sollen westlich der bestehenden vier Gleise entstehen. Zwischen Großenbaum und Buchholz ist kein weiterer Ausbau notwendig, weil die Strecke dort bereits sechsgleisig ist. Zwischen Buchholz und Schlenk gibt es heute fünf Gleise. Dort soll ein sechstes Gleis möglichst flächensparend in die vorhandene Infrastruktur integriert werden.
Im Zuge der Arbeiten müssen auch bestehende Gleise angepasst und mehrere Ingenieurbauwerke erweitert werden. Dazu zählen unter anderem die Eisenbahnbrücken über den Winkelhauser Weg, den Rahmer Bach, die Wedauer Straße und die Straße Im Schlenk. Im Bereich der Wedauer Straße ist zudem eine Eisenbahnkreuzung vorgesehen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schallschutz. Im Planfeststellungsabschnitt 3.2 ist eine Kombination aus aktiven und passiven Maßnahmen geplant. Die DB InfraGO sieht Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von rund 6,2 Kilometern und Höhen von bis zu fünf Metern vor. Zusätzlich soll auf etwa 7,5 Kilometern das sogenannte Besonders überwachte Gleis eingesetzt werden. Dabei werden die Schienen regelmäßig geschliffen, um Rollgeräusche zu vermindern.
Wo diese aktiven Maßnahmen nicht ausreichen, sollen Anwohner Anspruch auf passive Schallschutzmaßnahmen wie Schallschutzfenster oder Lüfter erhalten. Mit der erneuten Offenlage tritt das Projekt damit in eine weitere Beteiligungsphase ein.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de