Der Verkehrsverbund Region Trier (VRT) hat Julia Gieseking (SPD), Landrätin des Vulkaneifelkreises, zur neuen stellvertretenden Verbandsvorsteherin gewählt. Die Verbandsversammlung bestimmte sie am 9. September zur Stellvertreterin von Verbandsvorsteher Stefan Metzdorf (SPD). Zugleich beschloss die Verbandsversammlung Änderungen beim Deutschlandticket Jobticket. Unternehmen können das Angebot künftig bereits nutzen, wenn sich nur ein Mitarbeiter dafür interessiert. Damit soll das vergünstigte Deutschlandticket insbesondere für kleinere Betriebe leichter zugänglich werden.
Zum 1. Januar 2027 steigen zudem die VRT-Tarife um durchschnittlich rund drei Prozent. Als Grund nennt der Verbund gestiegene Betriebs-, Energie- und Personalkosten. Ein Einzelticket der Preisstufe 1 kostet künftig 2,70 statt 2,60 Euro. In Preisstufe 2 erhöht sich der Fahrpreis ebenfalls um zehn Cent, in den Preisstufen 3 bis 5 um jeweils 20 Cent und in den Stufen 6 und 7 um jeweils 30 Cent. Parallel vereinfacht der VRT seine Tarifstruktur. Die bisherigen zehn Preisstufen werden auf acht reduziert. In der neuen höchsten Preisstufe 8 können Fahrgäste verbundweit unterwegs sein.
Dadurch sollen insbesondere längere Verbindungen wie Trier–Gerolstein günstiger werden. Über den bundesweiten Preis des Deutschlandtickets für 2027 wird gesondert entschieden.m Auch die Entwicklung der regionalen Busnetze war Thema. Obwohl das Angebot seit 2022 um mehrere neue Netze erweitert wurde, blieben die Kosten für die Kommunen nach Angaben des VRT bis 2024 auf gleichem Niveau.
Für das Linienbündel östliche Vulkaneifel mit Rufbus- und Buslinien zwischen Daun und Kelberg soll der nächste Verkehrsvertrag im Dezember 2028 starten. Mit der Vorabbekanntmachung beginnt das Vergabeverfahren. Unternehmen können zunächst prüfen, ob sie die Leistungen eigenwirtschaftlich anbieten wollen. Geht innerhalb von drei Monaten kein Antrag ein, soll die Ausschreibung zeitnah folgen, damit dem späteren Betreiber nach der Zuschlagserteilung ausreichend Vorlauf für Personal- und Fahrzeugplanung bleibt.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de