Mit dem Start der Tunnelbohrmaschine „Donna Maria“ hat bei der zweiten S-Bahn-Stammstrecke München der erste maschinelle Tunnelvortrieb begonnen. Die rund 178 Meter lange und etwa 700 Tonnen schwere Maschine baut vom Tunnelportal West an der Donnersbergerbrücke aus einen rund drei Kilometer langen Erkundungs- und Rettungsstollen in Richtung Marienhof.
Die sogenannte Mixshield-Maschine arbeitet in bis zu 40 Metern Tiefe. Sie wurde von der Arbeitsgemeinschaft Tunnel Hauptbahnhof und dem Hersteller Herrenknecht speziell für die Bodenverhältnisse im Münchner Untergrund entwickelt. In den kommenden Monaten soll sie den Stollen abschnittsweise vorantreiben und gleichzeitig die Tunnelröhre sichern.
Der Name „Donna Maria“ wurde von Bürgern vorgeschlagen und in einer öffentlichen Abstimmung gewählt. „Donna“ steht für die Donnersbergerbrücke, „Maria“ für den Marienhof. Zugleich spielt der Name auf Münchens Ruf als nördlichste Stadt Italiens an. Insgesamt sollen bei der zweiten Stammstrecke sechs Tunnelbohrmaschinen eingesetzt werden. Ab 2028 folgen größere Maschinen für die beiden eigentlichen S-Bahn-Verkehrstunnel.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) bezeichnete den Tunnelanstich als Meilenstein für das Projekt. Die zweite Stammstrecke soll zusätzliche Kapazitäten schaffen und das bestehende S-Bahn-System entlasten, Bund und Freistaat finanzieren es gemeinsam.
Stefan Hennigfeld
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Quelle: Zughalt.de