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Eurostar bündelt Firmenkundenangebote

Eurostar baut sein Angebot für Geschäftsreisende in Europa aus. Seit Anfang September gilt ein neues Firmenkundenprogramm, mit dem Unternehmen leichter auf das gesamte Eurostar-Netz zugreifen können. Zugleich erweitert das Bahnunternehmen seine Vertriebswege und arbeitet an neuen internationalen Verbindungen. Nach Angaben von Eurostar entwickelt sich der Geschäftsreiseverkehr weiter positiv. 2025 beförderte das Unternehmen insgesamt 20 Millionen Reisende, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Auch seit Jahresbeginn verzeichnet Eurostar weiteres Wachstum.

Mit dem neuen Corporate Programme werden die Angebote für Firmenkunden stärker gebündelt. Bislang galten Firmenverträge teilweise nur für einzelne Strecken. Künftig können Unternehmen im Rahmen eines Vertrags alle ganzjährig bedienten Eurostar-Verbindungen nutzen.

Das Programm ist in zwei Stufen gegliedert. Unternehmen mit jährlichen Eurostar-Ausgaben ab 50.000 Euro erhalten Vorzugstarife, flexiblere Bedingungen und einheitliche Leistungen im gesamten Netz. Ab einem Jahresvolumen von 150.000 Euro kommen eine persönliche Betreuung, zusätzliche Preisnachlässe und weitere Angebote für größere Firmenkunden hinzu. Dadurch sollen Unternehmen grenzüberschreitende Geschäftsreisen einfacher organisieren können.

Zugleich will das Unternehmen seine Rolle im europäischen Geschäftsreiseverkehr ausbauen. Dazu gehören auch neue Verbindungen. Geplant sind unter anderem eine direkte Verbindung zwischen London und Antwerpen sowie direkte Verbindungen in die Schweiz. Darüber hinaus arbeitet Eurostar mit der belgischen Bahngesellschaft SNCB an besser integrierten Anschlussverbindungen.

Parallel dazu wird der Vertrieb für Firmenkunden ausgebaut. Eine auf Geschäftsreisen zugeschnittene Schnittstelle soll es Unternehmen ermöglichen, Eurostar-Verbindungen, vereinbarte Tarife und Vertragsvorteile leichter in bestehende Buchungssysteme einzubinden. Dafür will Eurostar auch einen eigenen Rahmen für Technologieanbieter schaffen.

Weiterentwickelt wird außerdem die Plattform Eurostar for Business. Ab 2027 sollen Unternehmen dort Reisedaten einfacher exportieren und für Mobilitäts- und Nachhaltigkeitsberichte nutzen können. Zusätzlich prüft Eurostar, wie Informationen zu den mit Geschäftsreisen verbundenen CO₂-Emissionen künftig detaillierter bereitgestellt werden können.

Auch bei internationalen Buchungssystemen sind Änderungen vorgesehen. Das Buchungsfenster in GDS Air wird auf 364 Tage erweitert. Das sogenannte 9F-Ticketing ist inzwischen in Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Deutschland, den USA und Irland verfügbar. Eurostar will zudem die Zusammenarbeit mit globalen Distributionssystemen, Travel Management Companies und Technologiepartnern weiter ausbauen. Mit den Änderungen geht Eurostar über neue Firmenkundentarife hinaus. Unternehmen sollen Verbindungen im gesamten Netz einheitlicher buchen und besser planen können.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de