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Baustart für Wiener Verbindungsbahn

Mit dem offiziellen Baustart für die Attraktivierung der Verbindungsbahn haben in Wien die Hauptbauarbeiten an einem der wichtigsten Bahnprojekte der Stadt begonnen. Bundesverkehrsminister Peter Hanke, Wiens Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (beide SPÖ) und ÖBB-Chef Andreas Matthä gaben den Startschuss für das Vorhaben, das die West-Ost-Verbindung durch Wien deutlich leistungsfähiger machen soll. Nach Abschluss der Arbeiten soll die S80 im 15-Minuten-Takt verkehren und damit doppelt so viele Verbindungen wie bisher anbieten.

Geplant sind zwei neue Haltestellen an der Hietzinger Hauptstraße und bei der Stranzenbergbrücke. Zudem wird die Station Wien Speising modernisiert. Die ÖBB rechnen nach Fertigstellung mit rund 20.000 zusätzlichen Ein- und Aussteigern pro Tag. Insgesamt investieren die ÖBB gemeinsam mit ihren Partnern rund 511,5 Millionen Euro in die fünf Kilometer lange Strecke.

Neben den neuen und modernisierten Stationen sind erstmals umfassende Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Außerdem sollen sechs Eisenbahnkreuzungen aufgelassen und durch sichere sowie barrierefreie Unterführungen ersetzt werden. Damit entfallen künftig auch Wartezeiten an den bisherigen Schranken. Die Unterführungen sollen zugleich bessere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger, Radfahrer und den Straßenverkehr schaffen.

Bundesverkehrsminister Hanke bezeichnete den Ausbau als wichtigen Baustein für ein leistungsfähigeres öffentliches Verkehrsangebot in Wien und der wachsenden Ostregion. Sima verwies darauf, dass dem Baustart ein fünfjähriges Behördenverfahren vorausgegangen sei, davon mehr als dreieinhalb Jahre im Rechtsmittelverfahren. Entlang der Strecke seien außerdem neue Radwege, zusätzliche Grünflächen und sichere Querungsmöglichkeiten vorgesehen. Nach Angaben der Stadt soll die Verbindungsbahn zudem bestehende Linien des öffentlichen Nahverkehrs entlasten. ÖBB-Chef Matthä betonte die über Wien hinausgehende Bedeutung der Verbindungsbahn. Durch das Projekt würden West- und Südstrecke besser miteinander verknüpft und zusätzliche Kapazitäten für den Nahverkehr geschaffen. Zugleich soll das Bahnnetz robuster und leistungsfähiger werden.

Die Bauarbeiten werden in drei Abschnitten ausgeführt und sollen sich bis 2036 erstrecken. Während der Bauzeit wollen die ÖBB Anwohner und Fahrgäste mit Informationsveranstaltungen, Projektausstellungen und laufenden Hinweisen über den Baufortschritt informieren. In der Speisinger Straße ist außerdem eine neue Infobox vorgesehen. Ziel ist es, über Einschränkungen und den jeweiligen Stand der Arbeiten frühzeitig zu informieren.

Mit dem Ausbau soll die Verbindungsbahn künftig eine stärkere Rolle im Wiener S-Bahn-Netz übernehmen. Neben dem dichteren Takt sollen die zusätzlichen Haltepunkte und die beseitigten Eisenbahnkreuzungen den öffentlichen Verkehr und die Erreichbarkeit der angrenzenden Wiener Stadtteile erheblich verbessern.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de