Der Hamburger Verkehrsverbund (hvv) will seine Tarife zum 1. Januar 2027 anpassen. Der Hamburger Senat befasste sich in der vergangenen Woche mit dem entsprechenden Antrag. Mit der Anpassung soll ein Teil der gestiegenen Kosten für Energie und Personal an die Fahrgäste weitergegeben werden. Unverändert bleiben die Preise für den Nahbereich sowie die häufig verkauften Einzel- und Tagestickets Hamburg AB. Um jeweils zehn Cent steigen die Preise für Kurzstrecke und City/Stadtverkehr. Teurer werden einzelne Kinderfahrkarten und Tickets für drei Ringe.
Größere Auswirkungen hat der Wegfall des Online-Rabatts für Einzel- und Tagestickets in App und Onlineshop. Nach Angaben des hvv werden mehr als die Hälfte aller Fahrscheine digital verkauft; 2019 lag der Anteil noch bei 15 Prozent. Eine besondere Förderung des digitalen Vertriebs hält der Verbund deshalb nicht mehr für erforderlich.
Weiter an Bedeutung gewonnen hat das Deutschlandticket. Im Juni 2026 waren beim hvv 1,26 Millionen Deutschlandtickets ausgegeben. Mehr als 80 Prozent der Wege werden inzwischen damit zurückgelegt. Gleichzeitig gingen die Verkäufe von Einzel- und Tagestickets seit Mai 2023 um mehr als 40 Prozent zurück. Das wenig nachgefragte Wochenticket entfällt 2027. Der Sozialrabatt für Hamburger Leistungsempfänger wird zugleich von derzeit 35,50 Euro auf 25,50 Euro pro Monat abgesenkt und künftig auf diesem Betrag festgeschrieben.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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Quelle: Zughalt.de