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Neue Leitstelle der ASEAG in Betrieb

Nach rund elf Monaten Bauzeit hat die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG) ihre neue Leitstelle in Betrieb genommen. Von hier aus wird künftig der gesamte Busverkehr in Aachen und der Städteregion gesteuert. Neben moderner Technik wurden auch die räumlichen Bedingungen für die Mitarbeiter verbessert.

In die neue Leitstellentechnik investierte die ASEAG 909.900 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen und go.Rheinland unterstützten das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von 732.200 Euro. Ziel der Modernisierung ist es, die Betriebssteuerung leistungsfähiger zu machen und die Zuverlässigkeit des Busverkehrs weiter zu verbessern.

Die Leitstelle ist die zentrale Schaltstelle des Busbetriebs. In der Rush Hour sind rund 500 Busse gleichzeitig unterwegs, die von den Disponenten überwacht und koordiniert werden. Jeden Tag gehen hier etwa 1.500 Funkgespräche und 600 Telefonate ein. Rund 300 Vorfälle werden bearbeitet. Dazu gehören unter anderem zugeparkte Bushaltestellen, Unfälle, technische Probleme oder Einschränkungen durch Witterungseinflüsse.

Die Anforderungen an die Verkehrssteuerung haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Dichtere Takte, mehr Baustellen und Störungen sowie die zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen, Infrastruktur und digitalen Informationssystemen führen dazu, dass heute deutlich mehr Informationen gleichzeitig verarbeitet werden müssen. In der neuen Leitstelle laufen diese Informationen zentral zusammen. Dadurch können Störungen schneller erkannt, Maßnahmen gezielter eingeleitet und Informationen zeitnah an Fahrgäste weitergegeben werden. Dies betrifft beispielsweise Hinweise über Apps, digitale Anzeigen oder Durchsagen. Die neue Leitstelle ist damit ein wichtiger Baustein, um die Qualität und Zuverlässigkeit des Busverkehrs langfristig zu sichern.

„Mit der neuen Leitstelle investieren wir in die Zukunft unseres Nahverkehrs und damit in einen Busverkehr, auf den sich unsere Fahrgäste auch weiterhin verlassen können. Aber Modernisierung heißt für uns nicht nur neue Technik, sondern auch eine neue Art der Zusammenarbeit“, betont ASEAG-Vorstand Michael Carmincke. Die Mitarbeiter seien es, die den Nahverkehr jeden Tag für die Fahrgäste möglich machten.

Auch Hans-Peter Geulen, Geschäftsführer von go.Rheinland, sieht in der Modernisierung einen wichtigen Beitrag für die Region. Die neue Leitstelle werde den öffentlichen Nahverkehr zuverlässiger, sicherer, wirtschaftlicher und kundenfreundlicher machen. Die Fördermittel seien daher im Sinne der Fahrgäste eingesetzt.

Alexander Carl, Fachbereichsleiter Betriebsplanung und -steuerung bei der ASEAG, betont die Bedeutung der Mitarbeiter: Eine moderne Leitstelle funktioniere nicht nur durch Technik, sondern durch qualifizierte Beschäftigte, die unter Zeitdruck Entscheidungen treffen und die Systeme sinnvoll nutzen. Die Leitstelle ist in den nächsten Jahrzehnten ein digitaler Knotenpunkt für den gesamten Betrieb.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de