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GDL kritisiert neue Zugchef-Ausbildung

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) kritisiert geplante Änderungen bei der Ausbildung neuer Zugchefs bei DB Fernverkehr. Nach Angaben der Gewerkschaft soll künftig auf die Vermittlung der Bremsprobeberechtigung für neue Zugchefs verzichtet werden. Damit würde eine technische Qualifikation entfallen, die bislang Bestandteil der Ausbildung und Tätigkeit ist. Die GDL sieht darin eine Abwertung des Berufsbildes.

Nach Darstellung der Gewerkschaft verfügen Zugchefs nicht nur über Aufgaben im Kundenservice, sondern übernehmen auch betriebliche Verantwortung. Die Bremsprobe sei ein Bestandteil der technischen Kenntnisse, die für diese Tätigkeit erforderlich seien. Bei einer Bremsprobe wird die Funktionsfähigkeit der Bremsanlage eines Zuges überprüft. Dabei werden verschiedene technische Funktionen kontrolliert, bevor ein Zug in Betrieb geht.

Die GDL argumentiert, dass diese Kenntnisse zum Aufgabenprofil eines Zugchefs gehören und nicht aus der Ausbildung entfernt werden sollten. Die Gewerkschaft verbindet die geplante Änderung auch mit Fragen der Qualifikation und der beruflichen Entwicklung. Aus ihrer Sicht würde der Wegfall der Bremsprobeberechtigung die Anforderungen an die Tätigkeit verändern und zu stark absenken. Sie fordert, die bisherigen Ausbildungsinhalte beizubehalten. Nach Angaben der GDL betrifft die geplante Änderung die künftige Ausbildung neuer Zugchefs bei DB Fernverkehr.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de