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VGN erhöht Fahrpreise um 5,86 Prozent

Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) erhöht zum 1. Januar 2027 die Preise seiner klassischen Tickets um durchschnittlich 5,86 Prozent. Betroffen sind unter anderem Einzel- und Mehrfahrtenkarten sowie Zeitkarten. Grundlage der Anpassung ist ein Mobilitätsindex, der zu gleichen Teilen die erwartete Kostenentwicklung bei den Verkehrsunternehmen und die Einkommensentwicklung der privaten Haushalte berücksichtigt.

Auf der Kostenseite wirken sich nach Angaben des VGN vor allem höhere Personalkosten, steigende Stations- und Trassenentgelte im Schienenverkehr sowie höhere Anschaffungs- und Werkstattkosten für Busse und Bahnen aus.

Die Preisanpassung betrifft allerdings nur einen Teil der Fahrgeldeinnahmen. Auf die klassischen VGN-Tickets entfallen inzwischen nur noch rund 25 Prozent der Einnahmen. Auf den Preis des Deutschlandtickets haben Verkehrsverbund und Verkehrsunternehmen keinen Einfluss. Unverändert bleibt auch das 365-Euro-Ticket im Ausbildungsverkehr, dessen Preis vom Freistaat Bayern festgelegt wird.

Insgesamt decken die Fahrgeldeinnahmen im VGN nach Verbundangaben nur rund 29 Prozent der Kosten des Verkehrsangebots. Der VGN kritisiert zugleich, dass Bund und Länder die Ausgleichszahlungen für das Deutschlandticket bislang nicht entsprechend der Kostenentwicklung erhöhen. Dadurch steige der finanzielle Druck auf die übrigen Tarifangebote im Verbundraum.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de