Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) fördert die Beschaffung von 22 batterieelektrischen Bussen für zwei neue XBus-Linien der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe AG (NIAG). Für die Fahrzeuge auf den Linien X25 und X31 stellt der VRR insgesamt rund 16 Millionen Euro bereit. Die Förderung erfolgt nach § 11 des ÖPNV-Gesetzes Nordrhein-Westfalen.
Für die neue Linie X25 erhält die NIAG 11,52 Millionen Euro. Dafür sollen 16 batterieelektrische Gelenkbusse beschafft werden. Die Linie soll Emmerich am Rhein, Kleve und Kranenburg mit dem niederländischen Nijmegen verbinden. Vorgesehen ist eine jährliche Fahrleistung von rund 930.000 Kilometern. Etwa 72 Prozent davon werden in Nordrhein-Westfalen erbracht. Die Förderung entspricht diesem Anteil am geplanten Beschaffungswert der Fahrzeuge.
Weitere 4,5 Millionen Euro fließen in sechs batterieelektrische Solobusse für die Linie X31. Sie soll Kevelaer, Sonsbeck und Xanten miteinander verbinden. Die geplante Fahrleistung beträgt rund 340.000 Kilometer pro Jahr und wird vollständig in Nordrhein-Westfalen erbracht. Deshalb übernimmt der VRR nach eigenen Angaben den gesamten vorgesehenen Beschaffungswert der Fahrzeuge.
Beide Linien sollen nach derzeitigem Stand im Dezember 2027 mit den geförderten Bussen den Betrieb aufnehmen. Die Fahrzeuge werden rein batterieelektrisch angetrieben und sollen dem für die XBus-Linien vorgesehenen Ausstattungsstandard entsprechen. Der VRR verweist insbesondere auf die Funktion der neuen Linien als Verbindung zwischen Kommunen und den Achsen des Schienenpersonennahverkehrs.
Die X25 erhält durch die Führung nach Nijmegen zudem eine grenzüberschreitende Funktion. Im Kreis Kleve soll sie mehrere Orte direkter miteinander und mit dem Schienenverkehr verknüpfen. Auch im Kreis Wesel soll das Angebot ausgebaut werden. Mit der X31 entsteht eine neue Verbindung zwischen Kevelaer, Sonsbeck und Xanten.
Die NIAG verbindet die Einführung der beiden Linien mit einem weiteren Ausbau ihrer Elektrobusflotte. Nach Angaben von Vorständin Patricia Pardulla soll der Anteil der Elektrobusse bei NIAG und LOOK in den kommenden beiden Jahren auf rund 50 Prozent der gesamten Flotte steigen. Parallel werden die Betriebshöfe in Kleve und Geldern für den Einsatz weiterer Elektrobusse mit Ladeinfrastruktur ausgerüstet.
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Ausbau regionaler Schnellbusverbindungen bis 2032 mit bis zu 140 Millionen Euro. Die Verkehrsverbünde sollen damit zusätzliche Verbindungen schaffen, insbesondere dort, wo Kommunen bislang nur eingeschränkt an den Schienenverkehr angebunden sind.
Für neue Schnellbusangebote sind dabei zunehmend lokal emissionsfreie Fahrzeuge vorgesehen. Mit den Förderbescheiden sind nun die finanziellen Voraussetzungen für die Beschaffung vorhanden. Bis zum Betriebsstart Ende 2027 müssen neben der Lieferung der Busse auch die betriebliche Vorbereitung abgeschlossen werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de