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ÖBB kaufen Wien Mitte zurück

Der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur AG hat dem Rückkauf des Bahnhofs Wien Mitte zugestimmt. Verkäufer ist eine Investorengruppe unter Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing. Die Übernahme umfasst neben den Bahnanlagen auch das Shoppingcenter und die Büroflächen am Standort. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion steht noch unter den üblichen Bedingungen. Nach der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die Wettbewerbsbehörde soll der Vollzug bis Ende Dezember 2026 erfolgen.

Damit würden Bahnhof und Immobilie nach mehr als 20 Jahren wieder in einer Hand zusammengeführt. Wien Mitte ist nach Fahrgastzahlen der viertgrößte Bahnhof Österreichs. Dort treffen fünf S-Bahn-Linien, der City Airport Train (CAT), zwei U-Bahn-Linien sowie Straßenbahn- und Busverbindungen aufeinander. Täglich halten rund 575 Züge, etwa 75.000 Fahrgäste steigen ein, aus oder um.

Die ÖBB begründen den Rückkauf auch mit der engen baulichen und technischen Verbindung von Bahnhof und darüberliegender Immobilie. Anpassungen an Zugängen, Stiegen, Belüftung oder Leitungen mussten bislang mit den jeweiligen Eigentümern abgestimmt werden. Künftig sollen Planung und Entwicklung des Standorts aus einer Hand erfolgen. Das betrifft unter anderem Wegeleitung, technische Anlagen und die Flächen über den Gleisen. Hintergrund ist auch der geplante weitere Ausbau der S-Bahn-Stammstrecke.

Der Bahnhof wurde 1848 als Bahnhof Hauptzollamt eröffnet und ging 1934 in den Besitz der Bahn über. 2005 verkaufte die ÖBB die Liegenschaft an die damalige Bank Austria Creditanstalt-Gruppe. Der heutige Komplex wurde ab 2007 errichtet und 2013 vollständig eröffnet. 2015 ging er an die heutige Investorengruppe über. Nach dem Rückkauf soll zudem die Funktion des Bahnhofs im Namen, an den Zugängen und in der Gestaltung wieder deutlicher hervorgehoben werden.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de