Baden-Württemberg führt für Mobilstationen im Land ein einheitliches Erscheinungsbild ein. Die Stationen sollen künftig in den Farben der Mobilitätsmarke bwegt gestaltet werden und dadurch landesweit leichter erkennbar sein. Zugleich unterstützt das Land Kommunen weiterhin finanziell beim Aufbau solcher Verknüpfungspunkte.
Mobilstationen bündeln an zentralen Orten unterschiedliche Verkehrsangebote. Dazu gehören je nach Standort Bus und Bahn, Fahrradabstellanlagen, Leihräder, E-Scooter, Carsharing oder Lademöglichkeiten. Häufig entstehen sie an Bahnhöfen oder anderen wichtigen Umsteigepunkten. Ziel ist es, den Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln zu erleichtern und Wege zwischen Wohnort, Arbeitsplatz und anderen Zielen besser miteinander zu verknüpfen.
Das neue Erscheinungsbild soll die Orientierung vereinfachen und dafür sorgen, dass Mobilstationen unabhängig vom jeweiligen Ort als solche erkennbar sind. Neben Beschilderung und Informationsangeboten können auch Wartebereiche, Fahrradabstellanlagen und weitere Ausstattungselemente einheitlich gestaltet werden.
Das Land fördert die Umsetzung über das Landes-GVFG. Die Kommunen können dabei Zuschüsse von bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten. Ergänzend bietet die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg Beratung bei Planung und Umsetzung an.
Seit August 2026 steht zudem eine landesweite Rahmenvereinbarung zur Verfügung. Über sie können Kommunen und weitere berechtigte Fördernehmer standardisierte Ausstattungselemente beschaffen, ohne für jedes einzelne Bauteil ein eigenes Vergabeverfahren durchführen zu müssen. Dazu gehören unter anderem Informationsstelen, Fahrradabstellanlagen und Wartebereiche. Mit dem neuen Beschaffungsweg will das Land den Aufbau weiterer Mobilstationen beschleunigen und die Planung vereinfachen. Die Kommunen können dabei einzelne Module je nach Standort kombinieren und bestehende Haltepunkte schrittweise erweitern.
Besondere Bedeutung haben Mobilstationen dort, wo verschiedene Verkehrsmittel miteinander verknüpft werden müssen. Im ländlichen Raum können sie beispielsweise den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erleichtern, wenn längere Wege zum Bahnhof oder zur Bushaltestelle zurückgelegt werden müssen. In Städten dienen sie vor allem als Umsteigepunkte zwischen ÖPNV, Fahrrad- und Sharing-Angeboten.
Mehrere Kommunen in Baden-Württemberg bauen bereits bestehende Standorte aus oder planen neue Mobilstationen. Mit der einheitlichen Gestaltung und der Rahmenvereinbarung sollen diese Angebote künftig schneller umgesetzt und stärker standardisiert werden. Nach Angaben des Verkehrsministeriums sollen die Stationen auch Menschen ohne eigenes Auto zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. Die Kombination aus öffentlichem Verkehr und Angeboten für die letzte Meile soll deshalb in Städten wie in kleineren Gemeinden ausgebaut werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de