Saudi Arabia Railways (SAR) hat bei Stadler zehn weitere Intercity-Züge bestellt und damit eine Option aus einem 2024 geschlossenen Vertrag gezogen. Die Flotte der speziell für Saudi-Arabien entwickelten Fahrzeuge wächst damit auf insgesamt 20 Züge. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als 300 Millionen Franken. Auch der bestehende Wartungsvertrag wird auf die zusätzlichen Fahrzeuge ausgeweitet.
Die rund 175 Meter langen Züge wurden für die klimatischen und betrieblichen Bedingungen in Saudi-Arabien entwickelt. Sie verfügen über zwei unabhängige Triebköpfe, redundant ausgelegte Systeme sowie besondere Schutz- und Filtersysteme gegen Hitze und Sand. Jeder Zug bietet Platz für rund 320 Fahrgäste. Vorgesehen ist der Einsatz auf der East-West-Linie von SAR zwischen Riad, Hofuf, Abqaiq und Dammam. Die Fahrzeuge erhalten mehrere Komfortklassen und Gepäckbereiche.
Die zusätzlichen Züge werden überwiegend in den Stadler-Werken in der Schweiz gefertigt. Die Wagenkästen für die Antriebswagen kommen aus dem Werk im spanischen Valencia. Die Produktion schließt direkt an die seit April 2026 laufende Fertigung der ersten Serie an.
Dem Optionsabruf war eine Finanzierungsvereinbarung vorausgegangen, die SAR Ende September 2026 auf der InnoTrans in Berlin unterzeichnet hatte. Der kommerzielle Fahrgastbetrieb mit den neuen Zügen soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2029 beginnen.
Stefan Hennigfeld
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Quelle: Zughalt.de