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VRR gibt Preisanpassung 2026 bekannt

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) passt zum 1. Januar 2027 seine Tarife an. Die politischen Gremien beschlossen am 8. Oktober, die Preise im übrigen VRR-Tarif um durchschnittlich 4,9 Prozent zu erhöhen. Ausgenommen sind der elektronische Tarif eezy.nrw im VRR und das Einzelticket für Kinder. Der Preis des Deutschlandtickets steigt unabhängig davon bundesweit auf 66,80 Euro.

Beim elektronischen Tarif eezy.nrw bleiben die Preise im VRR 2027 unverändert. Nach Angaben des Verbunds wurden bis zum 5. Oktober mehr als 20 Millionen Fahrten über die vom VRR und seinen Partnern bereitgestellten Systeme und Apps registriert. Landesweit waren es rund 27 Millionen Fahrten. Damit entfielen etwa drei Viertel aller eezy.nrw-Fahrten in Nordrhein-Westfalen auf das VRR-System.

Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Zahl der Fahrten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 75 Prozent, die Einnahmen legten um 65,1 Prozent zu. Für Dezember erwartet der VRR erstmals mehr als eine Million eezy.nrw-Fahrten innerhalb eines Monats im Verbundgebiet.

Bei eezy.nrw checken Fahrgäste vor Fahrtbeginn per App ein und nach der Fahrt wieder aus. Der Preis berechnet sich aus einem Grundpreis und den Luftlinienkilometern zwischen Start und Ziel. Pro Monat zahlen Nutzer höchstens den jeweils gültigen Preis des Deutschlandtickets. Ab Januar 2027 liegt diese Obergrenze damit bei 66,80 Euro. Neu ist außerdem eine Mitnahmefunktion für Fahrgäste, die bereits ein anderes Ticket besitzen. So können etwa Nutzer des Deutschlandtickets über eezy.nrw zusätzliche Erwachsene oder Kinder einchecken. Bei einer Kontrolle müssen dann das vorhandene Ticket und das zusätzliche eezy-Ticket vorgezeigt werden.

Das Deutschlandticket selbst wird zum 1. Januar 2027 auf 66,80 Euro verteuert. Den Preis legte der Koordinierungsrat Deutschlandticket aus Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und Verkehrsbranche auf Grundlage eines Kostenindexes fest. Bundesweit nutzen nach Angaben des VRR derzeit rund 14,5 Millionen Menschen das Angebot. Im VRR nahm die Nachfrage im ersten Halbjahr 2026 leicht zu, besonders beim Deutschlandticket Job. Der Verbund verweist dabei auf die Finanzierungszusage von Bund und Ländern bis Ende 2029 und den neuen Kostenindex, die insbesondere Unternehmen bei der Planung von Jobtickets mehr Sicherheit geben sollen.

Zusätzlich führt der VRR eine Sonderregelung für Sternsinger ein. Als Sternsinger verkleidete Kinder und ihre Begleitpersonen können 2027 innerhalb der Preisstufe A kostenlos Bus und Bahn nutzen. Die Regelung gilt vom 2. bis 10. Januar und soll auch 2028 und 2029 fortgesetzt werden.

Die übrigen VRR-Tarife werden zum Jahreswechsel um durchschnittlich 4,9 Prozent angehoben. Der Verbund begründet dies mit steigenden Personal-, Energie- und Sachkosten. Die Preisanpassung betrifft noch etwa 17 Prozent der Fahrscheinverkäufe, weil das Deutschlandticket sich einer besonders starken Nachfrage erfreuen kann.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de