Die DB InfraGO nimmt die modernisierte Lahn-Kinzig-Bahn zwischen Gießen und Nidda später als geplant vollständig in Betrieb. Ursache sind verzögerte Lieferungen von Komponenten, Baustoffen und Materialien sowie begrenzte Kapazitäten bei Fachkräften.
Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember soll zunächst der Abschnitt zwischen Gießen und Hungen wieder für den Zugverkehr freigegeben werden. Die Inbetriebnahme des verbleibenden Streckenabschnitts zwischen Hungen und Nidda ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Bis dahin bleibt dort ein Ersatzverkehr mit Bussen im Auftrag der Hessischen Landesbahn bestehen. Die Fahrpläne für das neue Betriebskonzept ab Mitte Dezember werden derzeit erarbeitet und sollen anschließend in die elektronischen Auskunftssysteme wie den DB Navigator und Bahn.de aufgenommen werden.
Seit März 2026 baut DB InfraGO entlang der Strecke fünf neue elektronische Stellwerke. Gleichzeitig werden zahlreiche Bahnübergänge erneuert und mehrere Stationen ausgebaut. In Lich und Ober-Widdersheim entstehen barrierefreie Anlagen, weitere Bahnsteigarbeiten laufen oder sind unter anderem in Gießen-Erdkauterweg, Watzenborn-Steinberg, Langsdorf, Garbenteich und Trais-Horloff vorgesehen. Bereits abgeschlossen wurden unter anderem Kabeltiefbauarbeiten, der Rückbau alter Stellwerkstechnik, Arbeiten an Bahnübergängen sowie Bahnsteigarbeiten.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
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Quelle: Zughalt.de