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SOB verbessert Handyempfang

04.11.26 (Bayern)

Die Südostbayernbahn hat 69 Doppelstockwagen mit Lasertechnik für einen besseren Mobilfunkempfang ausgerüstet. Der Freistaat Bayern unterstützt die Maßnahme mit 550.000 Euro. Die Fahrzeuge kommen vor allem auf der Linie 40 zwischen Mühldorf und München sowie in der Hauptverkehrszeit auf der Linie 4 zwischen Simbach und München zum Einsatz.

Hintergrund der Nachrüstung sind die beschichteten Fensterscheiben moderner Züge. Eine hauchdünne Metallschicht verbessert den Wärmeschutz, schwächt aber zugleich Mobilfunksignale ab. Bei der jetzt eingesetzten Technik werden feine Netzstrukturen in diese Metallschicht gelasert. Dadurch sollen Signale der Mobilfunknetze deutlich leichter in den Fahrgastraum gelangen. Die vorhandenen Scheiben können dabei weiterverwendet werden und müssen nicht ersetzt werden.

Nach Angaben der Südostbayernbahn sind die gelaserten Strukturen mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Der Wärmeschutz der Fenster werde nur geringfügig verändert. Die Technik arbeitet unabhängig vom jeweiligen Mobilfunkanbieter und soll damit grundsätzlich allen Fahrgästen zugutekommen.

Geschäftsleiter Matthias Krause verweist darauf, dass eine stabile Mobilfunkverbindung für viele Reisende inzwischen zum erwarteten Standard gehört. Mit der Nachrüstung sollen insbesondere Sprech- und Datenverbindungen während der Fahrt verbessert werden. Zugleich vermeidet die Weiterverwendung der vorhandenen Scheiben einen vollständigen Austausch der Fenster.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sieht die Förderung als Ergänzung zu den Standards bei Neufahrzeugen. Dort werden inzwischen bereits mobilfunkdurchlässige Scheiben eingesetzt. Bei Bestandsfahrzeugen soll die Lasertechnik ermöglichen, auch ältere Wagen mit vergleichsweise geringem Eingriff nachzurüsten. Bei der Übergabe des Förderbescheids stellte Bernreiter zugleich eine weitere Unterstützung für die Südostbayernbahn in Aussicht.

Der Freistaat stellt für die Mobilfunkmaßnahme 550.000 Euro zur Verfügung. Eine weitere Förderung ist bereits vorgesehen: Das Sensorsystem „connect@rail“ soll mit 350.000 Euro unterstützt werden. Dabei geht es darum, kleine Schäden an Rädern oder Gleisen frühzeitig zu erkennen und schneller beseitigen zu können.

Die Südostbayernbahn verbindet mit ihren Regionalzügen zahlreiche Orte im südöstlichen Bayern mit dem Raum München. Besonders stark nachgefragt ist die Verbindung über Mühldorf in die Landeshauptstadt. Dort sollen die umgerüsteten Doppelstockwagen nun für bessere Voraussetzungen beim mobilen Telefonieren und bei der Datennutzung sorgen.

Mit der Nachrüstung reagiert die Südostbayernbahn auf ein generelles Problem im Regionalverkehr: Moderne Wagenkästen und wärmedämmende Verglasung können die Abschirmung von Mobilfunksignalen verstärken. Die Laserbehandlung setzt direkt an den Fenstern an und soll die Durchlässigkeit erhöhen, ohne die Fahrzeuge aufwendig umbauen zu müssen.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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58453 Witten
Quelle: Zughalt.de