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DB-Mitarbeiter stützen Neustart

05.11.26 (Allgemein)

Die Deutsche Bahn sieht in ihrer aktuellen konzernweiten Mitarbeiterbefragung Rückhalt für den von Vorstandschefin Evelyn Palla angestoßenen Neustart. 60 Prozent der Mitarbeiter halten den eingeschlagenen Kurs für notwendig. Zugleich steigen mehrere Stimmungswerte nach Angaben des Konzerns erstmals seit Jahren wieder.

64 Prozent der Mitarbeiter geben an, stolz darauf zu sein, für die DB zu arbeiten. Besonders deutlich verbessert hat sich der Zukunftsoptimismus bei den operativen Mitarbeitern. Dort stieg der Wert von 31 Prozent im Vorjahr auf 45 Prozent. Damit legt dieser Indikator um 14 Prozentpunkte zu.

Der Mitarbeiterzufriedenheitsindex liegt 2026 bei 3,7 von fünf Punkten. Gegenüber einer Stichprobenbefragung im vergangenen Jahr entspricht das einem Plus von 0,1 Punkten. Im Vergleich zur großen Mitarbeiterbefragung 2024 bleibt der Wert unverändert.

DB-Vorstandschefin Evelyn Palla wertet die Ergebnisse als Unterstützung für den begonnenen Umbau des Konzerns. Die Deutsche Bahn werde derzeit so grundlegend verändert wie seit der Bahnreform nicht mehr. Zugleich räumt sie ein, dass der Konzern noch nicht am Ziel sei. Ziel bleibe eine leistungsfähigere und verlässlichere Bahn.

Auch Personalvorstand Martin Seiler sieht in den Ergebnissen einen Vertrauensvorschuss der Belegschaft. Gleichzeitig zeige die Befragung, an welchen Stellen Mitarbeiter im Alltag weiter ausgebremst würden. Der Konzern will deshalb unter anderem Prozesse vereinfachen, Verantwortung stärker vor Ort verankern und Hindernisse abbauen.

Aus den Ergebnissen sollen nun konkrete Maßnahmen in den einzelnen Geschäftsfeldern und Serviceeinheiten abgeleitet werden. Diese erhalten jeweils eigene Auswertungen und sollen daraus selbst Schwerpunkte für Verbesserungen bestimmen.

Die Deutsche Bahn führt konzernweite Mitarbeiterbefragungen seit 2012 regelmäßig durch. Für die aktuelle Erhebung waren zwischen dem 8. September und dem 2. Oktober 2026 rund 230.000 Mitarbeiter zur Teilnahme eingeladen. Mehr als 137.000 von ihnen beteiligten sich. Das entspricht einer Quote von 58,3 Prozent. Damit blieb die Beteiligung nach Angaben der DB auf einem konstant hohen Niveau.

Neben der allgemeinen Zufriedenheit wurden auch Arbeitsbedingungen, Zusammenarbeit und die Bewertung des Neustarts abgefragt. Für den Konzern sind die Ergebnisse damit nicht nur ein Stimmungsbild, sondern auch Grundlage für weitere Veränderungen in Organisation und Arbeitsabläufen.

Auffällig ist vor allem die Entwicklung bei den operativen Mitarbeitern. Gerade dort war der Blick auf die Zukunft zuletzt deutlich skeptischer ausgefallen. Dass der Wert nun spürbar steigt, wertet die DB als Signal dafür, dass erste Veränderungen wahrgenommen werden. Gleichzeitig bleibt die allgemeine Zufriedenheit weitgehend stabil. Der Neustart zeigt sich damit bislang stärker beim Zukunftsbild der Belegschaft als bei der Bewertung des Arbeitsalltags.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de