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PaderSprinter rüstet Werkstatt um

05.11.26 (NWL)

Der PaderSprinter treibt die Elektrifizierung des Paderborner Stadtbusverkehrs weiter voran. In der Werkstatt am Betriebshof ist jetzt ein neuer Dacharbeitsstand in Betrieb gegangen. Er soll Wartung und Reparatur der neuen Elektrobusse erleichtern und zugleich für sichere Arbeitsbedingungen sorgen.

Der PaderSprinter hat bereits 14 Mercedes-Benz eCitaro bestellt. Die ersten beiden vollelektrischen Fahrzeuge sind inzwischen im Liniennetz unterwegs. Für ihre Versorgung stehen auf dem Betriebshof zunächst zwei Ladepunkte zur Verfügung.

Mit den neuen Fahrzeugen verändern sich auch die Anforderungen an die Werkstatt. Wichtige Komponenten befinden sich bei Elektrobussen häufiger auf dem Fahrzeugdach. Dazu gehören unter anderem Batterien und weitere technische Baugruppen. Um diese Bauteile sicher und ohne unnötigen Zeitaufwand erreichen zu können, wurde die bestehende Werkstatthalle um einen Dacharbeitsstand ergänzt.

Die bauliche Umsetzung musste an die vorhandenen räumlichen Bedingungen angepasst werden. Die Halle entsprach nicht in allen Punkten den üblichen Standardmaßen für eine solche Anlage. Nach Angaben des Unternehmens konnte der Einbau dennoch in die vorhandene Struktur integriert werden. Verschiedene Sicherheitseinrichtungen sollen insbesondere Arbeiten im Bereich sensibler Komponenten wie Batterien und Pantographen ermöglichen.

Wie andere Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Betriebshofs wurde auch der Umbau nach Angaben des PaderSprinter überwiegend mit Fördermitteln finanziert. Das Unternehmen war zuvor in entsprechende Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen worden. Zusätzlich gab es Unterstützung des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe. Dadurch konnten die ersten 14 Elektrobusse bestellt und die ersten Ladepunkte eingerichtet werden.

Die Umstellung erfolgt schrittweise. Der Betriebshof an der Barkhauser Straße soll weiter an die Anforderungen der Elektroflotte angepasst werden. Dazu gehört insbesondere der Ausbau der zentralen Ladeinfrastruktur. Im kommenden Jahr werden weitere Fahrzeuge aus der ersten Bestellung erwartet.

Als Gründe für die Elektrifizierung nennt der PaderSprinter sowohl gesetzliche Vorgaben als auch kommunale Klimaziele. Dazu gehören die Clean Vehicles Directive der Europäischen Union und der Beschluss der Stadt Paderborn, bis 2035 Klimaneutralität anzustreben. Hinzu kommen nach Angaben des Unternehmens wirtschaftliche Aspekte wie die Entwicklung der Kraftstoffpreise.

Geschäftsführer Oliver Eikenberg sieht die Elektrifizierung nicht nur als Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch als Schritt für die langfristige Ausrichtung des Stadtbusverkehrs. Mit dem neuen Dacharbeitsstand wird nun auch die Werkstatttechnik an die neue Fahrzeuggeneration angepasst.

Der Umbau zeigt zugleich, dass die Elektrifizierung nicht allein mit der Anschaffung neuer Busse verbunden ist. Neben Fahrzeugen und Ladepunkten müssen auch Werkstätten, Arbeitsabläufe und Sicherheitskonzepte auf die neue Technik vorbereitet werden.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de