05.11.26 (Baden-Württemberg, Güterverkehr)
Die Deutsche Bahn hat beim Ausbau des kombinierten Umschlagterminals Ulm-Dornstadt einen weiteren Meilenstein erreicht. Für das zweite Modul wurden drei neue Portalkrane errichtet. Sie sollen künftig den vollautomatischen Umschlag von Containern zwischen Straße und Schiene ermöglichen.
Die Krane sind rund 26 Meter hoch, überspannen 48 Meter und können jeweils Container mit einem Gewicht von bis zu 41 Tonnen bewegen. Ein Kran wiegt etwa 360 Tonnen. Dank integrierter „Soft-Landing“-Technologie soll der Umschlag besonders präzise und geräuscharm erfolgen. Auf Krankabinen wird erstmals in einem DB-Terminal verzichtet; gesteuert werden die Anlagen zentral, für Notfälle steht ein Fernsteuerstand bereit.
Zum zweiten Modul gehören vier neue, jeweils 720 Meter lange kranbare Umschlaggleise. Mit der Erweiterung soll die Kapazität des Standorts auf bis zu 300.000 Ladeeinheiten pro Jahr steigen. Damit wächst die Bedeutung des Standorts für den Kombinierten Verkehr.
Die Investition beträgt rund 148 Millionen Euro. Unterstützt wird das Projekt aus dem EU-Programm „Connecting Europe Facility – Military Mobility“. Die technische Ausrüstung der Krane soll bis Mai 2027 abgeschlossen sein. Mitte 2027 ist der Probebetrieb vorgesehen, erste Teile sollen noch im selben Jahr in Betrieb gehen. Der vollständige Abschluss des zweiten Moduls ist für 2029 geplant. Nach Angaben der DB sollen durch den Ausbau jährlich rund 22,4 Millionen Lkw-Kilometer vermieden und etwa 16.790 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de