Präventionsarbeit am Bahnübergang

 

(Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Die DB AG und die Bundespolizei gehen bei der Unfallprävention neue Wege. Um Kollisionen am Bahnübergang zu vermeiden, setzen die Partner mit einem stark beschädigtem Unfallfahrzeug bewusst auf den Schockeffekt. Das Fahrzeug ist im Rahmen der Präventionskampagne „sicher drüber“ bei Vor-Ort-Terminen der Bundespolizei in ganz Deutschland im Einsatz. Das Ziel ist es, eindringlich zu zeigen, welche fatalen Folgen Ungeduld und Leichtsinn am Bahnübergang haben können.

Ein Großteil der Unfälle passiert, weil Andreaskreuz, Lichtzeichen oder Schranken missachtet werden. „Leider verzeichnen wir an Bahnübergängen immer wieder gefährliche Situationen durch leichtfertiges Handeln von Kraftfahrzeugführern, Radfahrern und Fußgängern. Dadurch bringen diese Menschen nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Lebensgefahr“, erläutert Thomas Gerbert, Pressesprecher der Bundespolizeidirektion Hannover. „Mit dem Unfallauto gehen wir einen neuen Weg, um darüber aufzuklären.“

Das zur Prävention eingesetzte Fahrzeug gehörte einer Frau, deren Pkw sich vor einigen Jahren nach einem Unfall überschlagen hatte und auf einem Bahnübergang liegengeblieben war. Kurz vor der Kollision mit einem Regionalzug konnte die Fahrerin von zwei Passanten unverletzt aus dem Auto befreit werden. Die Kampagne „Sicher drüber“ wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Seitdem konnte die Zahl der Bahnübergangsunfälle kontinuierlich gesenkt werden.






Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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