Programm Zukunft Bahn für Bahnhöfe

Autor: Stefan Hennigfeld

Die Konzernstrategie DB-2020 ist jetzt auch im Bereich der Bahnhöfe angekommen: In den kommenden fünf Jahren fließt die Rekordsumme von 5,5 Milliarden Euro in die Modernisierung und Instandhaltung der Bahnhöfe. Dieser Betrag von etwas über einer Milliarde Euro im Jahr kommt von Seiten der DB AG größtenteils aus dem laufenden LuFV-Budget.

„Nach der Investitionsoffensive in das Netz folgen nun die Bahnhöfe. 5,5 Milliarden Euro für die Modernisierung und Instandhaltung der Bahnhöfe gab es noch nie – das ist neuer Rekord. Wir investieren dort, wo Verbesserungen für unsere Kunden direkt spürbar sind: In die Barrierefreiheit, in höhere Aufenthaltsqualität in unseren Bahnhöfen, in digitalen Service und eine höhere Zuverlässigkeit von Aufzügen und Rolltreppen.“ Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG.

Für die Modernisierung der Bahnhofsinfrastruktur, insbesondere zur Verbesserung der Barrierefreiheit, stellen Bund und Länder erhebliche Fördermittel zur Verfügung. Insgesamt haben Bund, Länder und Bahn seit 2010 pro Jahr durchschnittlich 800 Millionen Euro für die Modernisierung und Instandhaltung von Bahnhöfen inklusive des barrierefreien Ausbaus ausgegeben. Im laufenden Jahr wird diese Summe erstmals deutlich überschritten und liegt bei bundesweit 900 Millionen Euro, in den Folgejahren steigen die Ausgaben sogar auf mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr.

Herausragende Projekte sind die Um- und Neugestaltungen der Hauptbahnhöfe Dortmund, Münster (Westf), Frankfurt am Main, München und Stuttgart. Aber auch in zahlreiche kleinere und mittelgroße Bahnhöfe wird kräftig investiert, z.B. in neue Rolltreppen, Aufzüge, Infotafeln für Reisende, Sitzbänke, Wegeleitsysteme, Fußböden und Rampen für barrierefreie Zugänge. Allein 2017 werden bundesweit rund 200 Bauprojekte an den Bahnhöfen begonnen; gleichzeitig werden über 200 Modernisierungsmaßnahmen fertiggestellt.

Mittlerweile sind 77 Prozent der 5.400 Personenbahnhöfe stufenfrei – damit werden bereits 82 Prozent der Reisenden erreicht. Pro Jahr wird an durchschnittlich 100 Stationen die Barrierefreiheit verbessert. Für eine bessere Information der Reisenden an den großen Bahnhöfen soll die neue „DB Information“ sorgen. Ab Herbst dieses Jahres sollen in allen Hauptbahnhöfen moderne Empfangsschalter eingerichtet werden.

Auf einem großen Monitor sind dann bereits aus der Ferne Informationen sichtbar, Kundenmonitore unterstützen die persönliche Beratung, und an Selbstbedienungsterminals können Kunden Online-Tickets und Bescheinigungen bei Verspätungen ausdrucken oder eine Mobilitätshilfe bestellen. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 14 Millionen Euro – zusätzlich zu den 5,5 Milliarden Euro. Der Austausch der bestehenden DB Informationen bundesweit beginnt ab Herbst 2017 mit folgenden Hauptbahnhöfen: Nürnberg, Hannover, Leipzig, Köln, Hamburg, Frankfurt, Mannheim, Berlin sowie Berlin Ostbahnhof und soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

 

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a

 

 

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