RVM legt Geschäftsbericht 2018 vor

 (NWL) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) hat ihren Geschäftsbericht 2018 vorgelegt. Bereits im Vorwort dessen legt das Unternehmen großen Wert auf die kommunale Eigentümerschaft, damit „Politik und Verwaltung direkten Einfluss auf die Entwicklung der Mobilität nehmen und gesellschaftspolitische Probleme umsetzen“ können. Dabei ist das Unternehmen nicht nur im primären Mobilitätssektor tätig, sondern auch darüber hinaus.

Die RVM unterstützt die Münsterlandkreise beispielsweise beim Reallabor Mobiles Münsterland. Zentrale Ansätze bei diesem Zusammenschluss vieler Akteure im Münsterland unter Federführung des Zweckverbandes Münsterland und unter Förderung des Düsseldorfer Verkehrsministeriums sind das Bereitstellen von individuellen öffentlichen Mobilitätsangeboten auf der ersten und letzten Meile der Reisekette, automatisiertes Fahren, einfache und digitale Nutzung der Angebote und innovative Mobilstationen als Verknüpfungspunkte zwischen den ÖPNV-Achsen und Zubringersystemen.

„Die RVM bringt dabei ihr Fachwissen ein, wenn es z.B. um die Einrichtung von Mobilstationen geht oder SchnellBus-Achsen beschleunigt werden sollen“, so der RVM-Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Gilbeau. Den Auftrag der Kreise, Informationen zum Verkehrsangebot zu erleichtern, hat die RVM mit der Einführung der BuBiM-App im Jahr 2017 umgesetzt.

Im Berichtsjahr hat die RVM die App weiter verbessert, Fahrplaninformationen stehen in Echtzeit zur Verfügung, Radwegeverbindungen werden angegeben und es lassen sich Carsharing-Angebote finden. Der digitale Ticketkauf ist der nächste Schritt, der umgesetzt wird. Als eines der ersten Verkehrsunternehmen bietet die RVM außerdem auf ihrer Homepage eine Chat-Funktion an.

Sie reagiert damit auf veränderte Kommunikationsgewohnheiten ihrer Fahrgäste, um auch zukünftig nah am Kunden zu sein. Als kommunales Verkehrsunternehmen hat die RVM auch den Auftrag, nachfragegerechte Tickets zu entwickeln. Im Jahr 2018 wurde beispielsweise das Wochenticket in ein flexibles Siebentage- ticket umgewandelt, das im Vergleich zum Vorgänger gut angenommen wird mit einer Zuwachsrate von 11,4 Prozent.

Steigender Beliebtheit erfreute sich auch das 60-plusAbo für Menschen über 60 Jahre. Hier konnte die RVM durch eine intensive Vermarktung 7,4 Prozent mehr Fahrgäste ansprechen als im Vorjahr. Das kommunale Unternehmen unterstützt die Münsterlandkreise in der aktuellen Debatte um eine Vereinfachung und Absenkung der Tarife

„Durch unsere für die Münsterlandkreise erbrachten Aktivitäten im Bereich der Verknüpfung von Verkehrsmitteln, der Ticketentwicklung und der Digitalisierung ist es uns gelungen, die Zahl der Dauerkunden um 6,8 Prozent auf insgesamt 4,8 Millionen Fahrgäste zu steigern“, so Geschäftsführer André Pieperjohanns. Dennoch sorgt die geringere Schülerzahl dafür, dass das Fahrgastaufkommen insgesamt um 1,1 Prozent auf 20,7 Millionen Fahrten gesunken ist.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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